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Spiel: Inka Arlt, Louise Dankert, Claudia Engel, Fine Brit Fröhlich,
Ben-Sebastian Hans, Matthias Ludwig, Nis Soegaard, Susanne Weinhold
Regie: Astrid Griesbach
"Acht Gretels spielen Johanna. Respektlos und temperamentvoll ent- und
verwerfen sie die absonderlichsten Variationen einer Johanna und ihrer Beweggründe
in den Krieg zu ziehen. Da wird die stimmenhörende Hirtin ausgespielt
bis an die Grenzen der Identifikation mit den gehüteten Watte-Schafen;
da will eine Göre nicht mehr den Vater im Rollstuhl schieben und schon
gar nicht KinderKücheKirche als Zukunft, sondern aufstampfend sich im
vietren K beweisen: "Ich will in den Krieg" plärrt sie und
muss auch schon mal eine Jungfräulichkeitsbescheinigung vorweisen; da
kämpft ihr Gegenbild für "seine" Johanna: Ein Schauspieler
mit der für alle obligaten Zopfperücke spielt eine Gretel, die einen
Jungen spielt, und der spielt am liebsten mit seiner Puppe Johanna. Darf er
aber nicht. Papa erschießt die Puppe, der Junge soll Krieg spielen.
Da wird Johanna zur Pop-Ikone mit missionarisch-demagogischen Anfällen,
und der Krieg mutiert zur Party mit Schunkellied. Das kommt spaßig daher
und holzklotzgorb, die Figuren tauchen wie am Schnürchen gezogen auf
und ab - eben Kasperltheater vor seiner pädagogischen Okkupation - und
es geht doch, gerade wenn es ganz spaßig, ganz irrsinnig wird, durch
und durch."
(Das andere Theater)
Dauer: ca. 60 Min.
11,- € / 7,- € (ermäßigt)
Schulen 5,- € pro Person