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Presse
Endstation Echtzeit

TAZ, 09.07.2009

Zeit verschlingen

CRASHTEST In "Endstation Echtzeit" entwirft die südafrikanische Regisseurin Yvette Coetzee ein Labor der Beschleunigung

Reglos liegen die Tänzer nach nur fünf Minuten da, mit verrenkten Gliedmaßen zwischen den Körperteilen des achten Ensemblemitglieds, eines Crashtest-Dummies. Vorausgegangen war fünf Minuten Tanz in Überschallgeschwindigkeit: ein entfesseltes Stakkato nackter Fersen auf nacktem Boden, absurder Hindernislauf mit Büroutensilien, Rempeleien gegen andere und sich selbst - eine Tarantella der Moderne. Bloß dass dieser Tanz nicht die Heilung eines Anfalls, sondern das Symptom einer Krankheit darstellt: unseres restlos effizienten und rastlos beschleunigten Informationszeitalters.

Mit "Endstation Echtzeit" thematisiert die südafrikanische Regisseurin Yvette Coetzee schon zum zweiten Mal den rasenden Puls der Großstadt. Doch während ihr U-Bahn-Märchen "Die Wahl der fantastischen Möglichkeiten" (2005) noch auf eine Begegnung hoffen ließ, ersticken die Figuren ihres neuen Stücks in fatalistischer Passivität. Die Jäger und Sammler von gestern haben sich zu Gejagten entwickelt, die sich am Ende vom Notdienst aufsammeln lassen. Die Inszenierung beginnt mit und kulminiert im Zusammenbruch, den die Figuren bei jeder Geste schon mitdenken, ja herbeisehnen; nur bei der Wiederbelebung erfahren sie Zärtlichkeit.

Diktat des Abrisskalenders

Mangels Alternativen setzen sich die Protagonisten dem vergeblichen Wettlauf mit der Zeit schonungslos aus: In einer Szene arbeitet sich Puppenspieler Florian Feisel im Schnelldurchlauf durch die letzten Monate, Wochen, Tage seines Lebens, indem er einen Abreißkalender zerfleddert: fünf Wochen für die Stückentwicklung, wöchentlich ein Showing, Kalender basteln nach jeder Vorstellung. Ritsch, ratsch! Lieblos zerfetzt er die soeben vergangenen Minuten und Sekunden, bis er mit einem Freudenschrei in der Echtzeit ankommt: "Jetzt kann ich Gegenwart leben! Mein eigener Zeitgenosse sein!"

Doch das Glück des Gegenwärtigen währt nicht, erbarmungslos rast die Zeit davon - und der moderne Sisyphos hinterher. Yvette Coetzee geht weit über die tanztheatertypische Verweigerung jeder leeren Virtuosität hinaus, indem sie die Anstrengung und den Stress der Tänzer sichtbar macht. Kurz vor Stückbeginn hastet ein Schauspieler durchs Foyer davon. Er müsse nur kurz noch aufs Klo, so etwas passiere halt, informiert achselzuckend die Einlasserin, für einen Moment Teil des Spiels. Nur eine weiße Linie trennt den Garderoben- vom Bühnenraum: Während die Schauspieler dahinter gierig trinken und essen, sich mit Tüchern ab- und mit Deos einreiben, spielt sich davor in albtraumhafter Synästhesie der Actionfilm des Alltags ab. Nur Millimeter und Minuten trennen den totalen Stillstand von der extremen Beschleunigung, mit "Stop!"- und "Go!-Rufen wechseln sich beide Welten im Improstil ab.

Kalkulierte Enttäuschung

Ein unausgegorener Satz beendet das Stück so unvermittelt wie ein Unfall das Leben beenden kann. Auch hier wieder: die kalkulierte Enttäuschung - auf die Überforderung folgt die Unterforderung des Publikums. Doch vor allem erinnert diese dramaturgische Geste an den experimentellen und prozesshaften Charakter einer Inszenierung, die ihr Thema, die Beschleunigung, zur Methode der Stückentwicklung macht.

Denn "Endstation Echtzeit" ist zugleich Ablehnung und Bejahung der Geschwindigkeit, ein Labor im Sinne des Geschwindigkeitstheoretikers Paul Virilio, der in "L'accident originel" (2005) schrieb: "Um nicht morgen zu Zeugen eines Unfalls globalen Ausmaßes zu werden, [.] müssen wir heute schon das Labor der Naturkatastrophe bauen, bewohnen und bedenken." Unter dem erschöpften Applaus von gerade einmal zwei Dutzend Zuschauern bleiben in Coetzees Bühnenlabor nur die Gliedmaßen eines zerschmetterten Dummies zurück. Das menschliche Ensemble dagegen hat den Crashtest bestanden.

CHRISTINA FELSCHEN

 

Neues Deutschland, 07.07.2009

Rausch der Geschwindigkeit

Im Theaterdiscounter hetzen Figuren der »Endstation Echtzeit« entgegen

Von Volkmar Draeger

Am neuen Spielort des Theaterdiscounters - im einstigen Großraumbüro eines Fernmeldeamts an der Klosterstraße - streben sieben Akteure verschiedener Genres der »Endstation Echtzeit« entgegen. Darin thematisieren sie, was wir alle wissen: dass die Zeit kaum mehr reicht, um zu bewältigen, was an Aufgaben täglich über uns hereinbricht. Aktion läuft bereits bei Eintritt. In scharfem Tempo ordnet man chaotisch Gegenstände um, Rollen mit Silberfolie, Kästen, Kartons, Wasserflaschen, Styroporformen; einer kurvt beschleunigt auf dem Skateboard umher, inmitten aller Hektik liegen Arme, Thorax, Beine, Kopf einer weißen Gliederpuppe. Sie allein hat Zeit. Die Worte »Stop« oder »Go« stoppen den von Rhythmus-Computer und E-Gitarre live begleiteten blindwütigen Aktionismus, starten die Versatzstücke hektischen Tuns jeweils neu.

So gliedert Regisseurin Yvette Coetzee ihre 70-Minuten-Zeitsuche, in der die Schauspieler Martin Molitor und Mechthild Barth quäntchenweise die Story ihrer Figuren erzählen, wie Thomas Melle sie ersonnen hat. »Hier ist was passiert, der Bremsweg ist zu lang«, schreit Molitor aufgeregt aus seiner Nackenstütze heraus, doch die, die gerahmt von Gerümpel und verrenkt wie Unfallopfer liegen, verstehen ihn nicht. Dann lassen alle gemeinsam die montierte Gliederpuppe an der Wand zerbersten, simulieren einen Unfall. Den gibt es im Stück jedoch erst gegen Schluss, ohne dass man die näheren Umstände erfährt.

Dafür porträtieren sich die Figuren in gehetzt, bisweilen mit expressionistischer Verknappung hingeworfenen Puzzleteilen, aus denen man seine eigene Version basteln kann. Mein Arbeitsplatz ist sicher, verkündet Molitor, schließlich arbeite er in einer Versicherung, nehme auch am Versicherungsbetrug teil, und auch daheim sei alles in Ordnung. Pfeilschnell fährt er gern Auto, fühlt sich da wie im Vakuum, mit der Zeit hinter und vor sich. Barth schwärmt in zunehmender Rage vom Geschwindigkeitsrausch, in dem sie als Rundfunkredakteurin lebt. Kaum kommt sie den sich überschlagenden Ereignissen in der Welt nach, empfindet sich im Daueraufbruch. Beim Asia-Imbiss begegnen sie einander, sie will ihn, er folgt ihr.

Auch den anderen setzt die Zeit zu. Die Tänzerin Joséphine Evrard möchte überall zugleich sein, verwirrt sich im Monolog über ihre Großmutter in Dada, Kollege Clément Layes jongliert mit mehreren Handys. Florian Feisel sprengt per Druckluftkanone eine Plastikblase, reißt so fix Kalenderblätter ab, bis er das Sekundentempo der Uhr egalisiert, in Echtzeit lebt: Effizient sein ist alles.

Für das Spielerpaar muss er irgendwann passiert sein, der Unfall. Er findet sie, legt sich den Hergang zurecht, vielleicht weil er sich mit schuldig fühlt, bekennt sich als Auslaufmodell, versinkt mit ihr in einer riesigen Plastikblase hinter den Raumsäulen unter niedriger Betondecke. Sie sieht sich dabei außerhalb ihrer selbst. Auch die Puppe, die Antje Töpfer mühsam gefügt und deren Schalen sie sich wie einen Panzer umgelegt hatte, ist da längst zerschossen. »Die Zeit schießt dahin, sagt der Stand der Dinge und lacht sich kaputt«, darf Molitor noch nachschieben - vor Ende jener atemlosen Zustandsbeschreibung, wenn Zeit zerfasert und zersplittert und unser Leben seine Ganzheit verliert.

 


Nachtkritik.de, 9.4.09

Endstation Echtzeit - Yvette Coetzee, Thomas Meile und andere befragen die Zeit im ._ , Theaterdiscounter

Der Lauf der Dinge und ein Crashtest-Dummy

von Christian Rakow

Berlin, 4. Juli 2009. Atemlos und schwitzend, in ärmellosem Shirt tritt der Performer Florian Feisei nach der Hälfte des Abends vor und gibt mit einem selbst gebastelten Abreißkalender Bericht von seinem Schauspieleralltag. "Am 30. Juni hatten wir Probe, und am 1. Juli auch" und so fort. "Heute ist Premiere - aber ich muss genauer werden." Und er beginnt die letzten 24 Stunden abzureißen, dann die vergangenen 10 Minuten, dann endlich die Sekunden. Wir rasen in die Gegenwart, und er triumphiert: "Jetzt bin ich in der Echtzeit!"
In der Echtzeit schwindet das Erzählen, die Hektik nimmt zu; der Sinn verkommt im Blätterrauschen der Kalendersekunden. Dieses ist einer der raren Momente, in denen die Ambition dieser Inszenierung spielerisch und klar aufgeht: Die Beschleunigung des (post-)modernen Lebens wollte sie spürbar machen, von den Einbußen an Rhythmus, Ordnung und Bedeutung im Beruflichen wie Privaten erzählen. "Tempus fuck it!", hieß das einmal bei ' Philipp Löhle. Verfluchter Sog der Zeit.

Unterwegs mit zwei brennenden Berufswracks

Für ihr Crossover-Projekt "Endstation Echtzeit" hat die südafrikanische Schauspielerin und Regisseurin Yvette Coetzee eine internationale Gruppe von Schauspielern, Tänzern und Puppenmachern zusammengerufen. Unter dem Namen "Wonderful Catastrophe" treten sie an thematisch idealer Spielstätte auf - im alten Fernmeldeamt nahe am Alexanderplatz, das der Theaterdiscounter (seit nunmehr sechs Jahren eine der wichtigsten Spielstätten für die Freie Szene in Berlin) Anfang 2009 bezogen hat.

Textliches Futter kommt vom Erzähler und Dramatiker Thomas Meile. Er hat um die Geschichte eines Autounfalls herum ein paar nervöse Monologe zweier ausbrennender Berufswracks zusammengeschweißt: Sie (Mechthild Barth) ist eine sexuell frustrierte Nachrichtenredakteurin. Er (Martin Molitor) stellt berufsmäßig Versicherungsbetrügern nach und gaukelt uns eher maskenhaft sein prima Privatleben und die Lust am Job vor.

Beschleunigung und Einbußen

Thomas Meile, 2006 beim Ingeborg-Bachmann-Preis vertreten, legt Wert auf die Feststellung, dass es sich bei der Textvorlage keineswegs um ein eigenständiges, originäres Werk handelt, sondern vielmehr um einen Steinbruch für die Performance. Man mag ihm also manch prosaische Wendung nachsehen ("Eine Abmachung lag in der Luft und materialisierte sich im Moment"), manch Überspanntheit ("Das Tempo zickt und zackt aus mir heraus"), manch trübe Plattitüde : ("Meine Stimme klingt umso fremder, je lauter ich rede").

Weniger vital sind die Performanceeinlagen, die die Schauspieler im Verbund mit zwei äußerst verhaltenen Tänzern (Josephine Evrard, Clement Layes) produzieren. "Go!", heißt es regelmäßig, und schon laufen alle aufgeregt hin und her, stapeln Wasserkisten und Styroporverpackungen oder bauen ein Crashtestdummy auseinander und wieder zusammen. Bei "Stopp!" ziehen sie sich in den Hintergrund zurück. Dann wiegt sich nur noch leicht ein riesiger Luftschlauch rechterhand (Bühne: Jelka Plate). In den Worten der Spielvorlage: "Das ist der Lauf der Zeit, und der Stand der Dinge lacht sich kaputt." ;
10 Bar aus der Druckluftkanone

Die hohe Schule des hippen, neuesten Zeitmanagements entdecken wir einzig an der Bühnenrückwand. Dort hat sich der Musiker Matthias Herrmann mit Drums, E-Gitarre, Keyboard, Soundmaschine und Laptop sein eigenes Mini-Studio eingerichtet. Mit fabulösem Multitasking legt er sich immer wieder verschiedene Instrumente und Rhythmusspuren in den Loop und generiert einen äußerst eindringlichen Klangteppich, mal softe Progressive-Rock-Anleihen, mal Elektro-Punk.

Auf den intensiven Punkmoment der Performer muss man bis zum Finale warten: "Ich habe mein Leben nicht mehr im Griff", heißt es da. Und dann passiert sie doch noch, die "wundervolle Katastrophe". Mit 10 Bar aus einer Druckluftkanone wird der Crashtest-Dummy gegen die Wand geschossen, so dass er schnell und krachend und bis auf weiteres zerschellt.

 

Berliner Morgenpost, 7. Juli 2009

Stück über den beschleunigten Alltag

Am Anfang steht ein verheerender Autounfall, nur keiner nimmt ihn wirklich wahr. Komplett zerstört ist ohnehin nur der Dummy, dessen Torso und Gliedmaßen schließlich wieder für den nächsten Crashtest zusammengesetzt werden können.

Ein Versicherungsagent (Martin Molitor) macht sich dennoch daran, den Vorfall zu untersuchen. Währenddessen versucht eine überforderte Redakteurin (Mechthild Barth), die Realität für einen Moment festzuhalten, obwohl die Nachrichten mit Lichtgeschwindigkeit an ihr vorbei fliegen.

Kann man die Gegenwart in unserem beschleunigten Alltag überhaupt noch erfassen? Im Theaterdiscounter gehen die Regisseurin Yvette Coetzee und das Ensemble wonderful catastrophe aus Schauspielern, Tänzern und Puppenspielern dieser Frage in der experimentellen Inszenierung "Endstation Echtzeit" nach. Mit textlichem Rohmaterial von Thomas Melle, den Soundscapes von Musiker Matthias Herrmann sowie den Kommandos "Go!" und "Stop!" werden immer neue Versuchsanordnungen geschaffen.

Wasserkisten und Styroporverpackungen werden umgesetzt, zwei Mal kommt sogar eine Druckluftkanone zum Einsatz und über allem liegt stechender Schweißgeruch. Hier wird nämlich hart gearbeitet, um ein Phänomen sichtbar zu machen. Einmal will Florian Feisel mit einem Abreißkalender die Echtzeit sekundengenau treffen. Hinterher übersäen Papierzettel das Spielfeld, während der Performer lange außer Atem ist. Endlich ein griffiges Bild. Jedoch zu wenig für einen Abend.

 

Berliner Zeitung 8. Juli 09

Luftkissen im Obergeschoss

Welche Enttäuschung: "Endstation Echtzeit" im Theaterdiscounter

Doris Meierhenrich

Nun muss von einer Enttäuschung die Rede sein. Davon, wie sich ambitionierte Off-Theatertruppen selbst ins Off kicken. Und das nicht, weil es etwa an Experimentierlust oder Spielfreude fehlte. Wie schön war es, in der jüngsten Stückankündigung des Theaterdiscounters von Spartenübergreifendem zu lesen, davon, dass Schauspiel, Figurentheater, Tanz und Musik zusammenfinden sollten. Nur wurde bei all dem Finden und Verbinden das Denken vergessen. So surrt im Obergeschoss des alten Fernmeldeamtes in der Klosterstraße, wo der Discounter seine neue Spielstätte betreibt, nun ein riesiges Luftkissen vor sich hin, gegenüber knallt eine Puppe gegen die Wand. "Endstation Echtzeit" heißt die Versuchsanordnung, die sich als theatralische Zeit-Recherche versteht. Die Regisseurin Yvette Coetzee hat eigens die Formation "wonderful catastrophe" dafür gegründet: Tänzer, Figurenspieler, Musiker und der Autor Thomas Melle.

Oberflächengymnastik

Hätten sie sich selbst nur mehr Zeit genommen, vielleicht wäre etwas mehr entstanden als nun bloße Oberflächengymnastik aus dem Geiste des Crashtests. Wer sonst müsste sich alle Zeit der Welt dafür nehmen, wenn nicht Truppen, deren In-der-Welt-sein auf einem einzigen Projekt beruht? Nun aber werfen sich sechs Performer, allen voran ein geschwindigkeitsberauschter Versicherungsangestellter und eine geschwindigkeitskranke Newsredakteurin, so unbedacht einspurig auf die platte Weltscheibe, die sie vertreten, dass sie genauso schnell wieder fortgeschleudert werden von ihr. Und als ob sie das schon ahnten, versuchen sie erst gar nicht, in substanziellere Zeit-Gedanken einzuhaken. Stattdessen rennen sie schweißtreibend, ziellos durch den weißen Raum, verschieben leere Wasserkisten und Pappkartons und zerlegen eine große Gliederpuppe, um sie gleich wieder zusammenzusetzen und im Simulationscrash gegen die Wand zu katapultieren. Eine Spielerin wirft sich dutzende Male hinterher und die beiden zeitkranken Hauptfiguren liefern kalauergesättigte Texte dazu.

Beide leiden an sogenannter Echtzeit, die sie suchen oder die sie längst heimgesucht hat, wer weiß. Die fehlende, kritische Begriffsschärfe ist überhaupt das größte Problem dieses Abends und das Wort "Echtzeit" im Grunde großer Quatsch. Zeit ist niemals "echt" oder "real", da sie kein Sein hat außerhalb eines sie konstruierenden Bewusstseins. Populär gewendet meint es vielleicht so etwas, wie bewusst erlebte Zeit. Warum aber sollte die eine "Endstation" sein? Dass Gegenwart immer zerrissen ist zwischen Nicht-mehr und Noch-nicht, ist so alt wie Methusalem oder zumindest wie Augustinus, der das vor 1 500 Jahren schon beschrieb - Zerrissenheit und Zusammenprall sind keine Erfindungen postmodernen Twittertums, wie das Spiel behauptet. Hat die Postmoderne mit ihren Beschleunigungstechniken und Arbeitsprozessverkürzungen nicht viel eher noch ein Problem mit herbeirationalisierten Überschüssen an Zeit? Im Theaterdiscounter surren nur die Luftkissen weiter.