Frankfurter Rundschau
"Frühstück - heißer Kaffee, frische Eier, weiße Servietten gehören dazu, so ganz klassisch, Stelldichein zu zwein. Und was ist, wenn sich die Serviette in einen König, die Eierbecher in seine Stiefel, Messer und Brötchen in sein Pferd verwandeln? ,Das Frühstücksmärchen' - erzählt vom Materialtheater Stuttgart... ein Zungenschmeichler, ein Amueses geulles, das nicht sättigt, sondern Appetit macht.
Er gerät auf der Reise zu der Dame seines Herzens in die Wogen des Tischtuches, kentert mit seinem Brotkörbchenboot. Da stapft, torkelt, schleicht ein kaum zwei Handbreit hohes Etwas aus Stoff und Metall über den Tisch, und Mensch sieht Mensch, sein Imponiergehabe, seine Sehnsüchte, entdeckt in Stoffalten Gesichtszüge."
Theater der Zeit
"Behende wie zwei Taschenspieler spinnen Sigrun Kilger und Hartmut Liebsch vor den Augen der Zuschauer mit Hilfe der Frühstücksutensilien eine kleine, zauberhafte Geschichte zusammen, die ab und zu ironisch kommentiert wird. Dabei offenbart sich die kecke, humorvolle und hintersinnige Doppelbödigkeit im Spiel des Materialtheaters."
Thüringer Allgemeine
"Ein Hochzeitsspiel mit Messer und Gabel! 45 Minuten, in denen man sich verblüfft die Augen, ob minimalistischer, höchst plastischer Einfälle reiben und hinterdrein gar noch eine Träne der Rührung dann finden konnte. Dank an Sigrun Kilger und Hartmut Liebsch. Wo bekommt man schon ein Märchen mit Eiern, Servietten, Kaffeekanne und Besteck serviert? Das wussten die Ideengeber des Hochzeitsspiels für 'ärmere' Leute wohl auch und bescherten ein doppelbödiges Dialogspiel, in dem ein Eierkoch ermordet wird, bis dass der Dotter fließt, man auf Gabeln stelzt und Brötchen reitet sowie auch ein klein bisschen geliebt wird - freilich unter der Käseglocke."