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PRESSESTIMMEN – Rawums(:)

Oberhessische Presse 10.03.2008

Leise und poetisch

Mit einer leisen poetischen Geschichte über die Schwerkraft für Kinder ab zwei Jahren eröffnete das Berliner Duo „florschütz & döhnert/ Theater o.N.“ den Montag der Hessischen Kinder- und Jugend-theaterwoche am Schwanhof. In „Rawums“ erzählen Melanie Florschütz und Michael Döhnert absolut altersgerecht mit Bildern und Worten von dem Unterschied zwischen Leichtigkeit und Schwere, vom Fliegen und vom Fallen. Warum schweben Federn sanft zu Boden, während ein Sandsäckchen schnell zu Boden plumst? Warum fliegen Ballons, ein Ei aber nicht? Florschütz und Döhnert verweben Bilder und Sprache zu einer unaufgeregten, äußerst ästhetischen Performance, die den Kindern Zeit lässt zum Zuschauen, Zuhören, Mitdenken und Verstehen. Die Darsteller nehmen die Reaktionen und Fragen der kleinen Zuschauer unmittelbar auf und binden sie in ihre Erzählung ein. Dabei vermeiden sie jede Art von Belehrung, in dem sie nur zeigen, ohne Antworten zu geben. Ein Stuhl, ein Mann, eine Frau und ein Haus können nicht fliegen, zeigt Döhnert. Aber dann fliegen sie doch: als Papiermodelle, schweben sie zusammen mit einem Papiervogel über die Bühne, tanzen im Luftzug und sinken erst allmählich ab, als Melanie Florschütz sie mit Holzklammern beschwert.

„Rawums“ zeigt einmal mehr, das Theater für Kinder unter drei Jahren eine sinnvolle Ergänzung des Kindertheaterangebots ist, die von der Zielgruppe (und den dazu gehörigen Erwachsenen) mit großem Vergnügen und Interesse angenommen wird.

 

Wiesbadener Tagblatt 2007

Theater für Zweijährige - wie funktioniert das?

Eigentlich ganz einfach, wenn man mit wenigen Worten und kurzen Sätzen auskommt und Bilder entwickelt statt in herkömmlicher Art eine Handlung aufzubauen. Die Distanz zwischen Phantasie und Wirklichkeit bleibt durch das besondere Spielmaterial gewahrt: keine „lebendigen“ Puppen, sondern belebte Dinge. „Rawums“, das klingt, als würde etwas zu Boden fallen: ein Stuhl vielleicht oder ein Sack. In der Tat geht es hier auf eine Reise ins Wunderland der Schwerkraft: von federleicht bis plumsschwer. Die Kinder sitzen auf einem großen Kuschelteppich und schauen, was auf der rundum offenen Bühne passiert. Dass dort ein Mann auf der Leiter sitzt und einer Frau die Mütze vom Kopf fischt, ist Clownerie, wie sie Kinder lieben. Auch das Ei sorgt für Überraschung. Es will fliegen. Kann ein Ei fliegen? „Vielleicht später einmal“, sagt die Bühnenfrau und meint wohl den weißen Papiervogel, den sie später aus der Kiste holt, um ihn per Luftballon wolkenhoch schweben zu lassen. Der Papierstuhl, das Papierhaus, die Papierfrau und der Papiermann können fliegen. Der richtige Stuhl und der richtige Mann nicht.“

Marburger Neue Zeitung 11.03.2008

Alle Häuser fliegen hoch

Poetisches Theater für die Kleinsten Marburg (dö). Wenn jemand oder etwas hinfällt, ist das im Allgemeinen ein Garant für einen Lacher. Das ist auch in dem Stück „Rawums(.)“ nicht anders gewesen. „Ich lach mich kaputt“ quietschte ein kleiner Besucher der Kinder- und Jugendtheaterwoche, als der Mann auf der Bühne zum wiederholten Male umkippte. Doch neben Slapstick- Elementen bot die Inszenierung für Zuschauer ab zwei Jahren poetische Bilder zum Thema Schwerkraft und Fliegen.
Die großen und kleinen Theatergänger konnten sich auf kuscheligen Fellen niederlassen und zusehen, wie eine Frau, ein Mann und ein Ei vom Fliegen träumen. Eine Feder fliegt schneller als ein Sandsack, und ein Ei sollte man tunlichst nicht fliegen lassen, das war auch den Kleinsten klar. Doch ob Häuser, Stühle, Männer und Frauen fliegen können, schien plötzlich gar nicht mehr so eindeutig. An Luftballons gebunden stiegen weiße Papier-Stellvertreter dieser Nicht-Flug-objekte nämlich sehr wohl nach oben, schwebten – mit Klammern beschwert – wieder zu Boden und drehten sich im federleichten Tanz. Mit schlichten Texten, ein wenig Musik und einem unaufgeregten , bedächtigen Spiel zogen Michael Döhnert und Melanie Florschütz ihr Publikum in ihren Bann, ließen sie lachen und staunen gleichermaßen. Kinder strömen auf die Bühne Wie schon im Vorjahr hat das Team der Kinderund Jugendtheaterwoche auch Stücke für ganz kleine Zuschauer ins Programm genommen, und wie schon im Vorjahr, als diese Stücke einen Schwerpunkt ausmachten, bewies auch „Rawums(:)“, dass Theater für die Kleinsten nicht nur machbar ist, sondern auch als Initialzündung für Theaterbesgeisterung funktionieren kann. Am Ende der halbstündigen Inszenierung luden die Darsteller die Kinder ein, die Bühne zu inspizieren. Schnell füllte sich die runde Holzplatte in der Mitte, und die, die eben noch Zuschauer waren, schmissen sich nun mit Lust und Lachen auf diesen Boden: Rawums eben.

Aachener Zeitung vom 18.02.2009

Der Schwerkraft ein Schnippchen schlagen

Im Kuba begeistert das Theaterstück „Rawums (:)“ die Allerkleinsten. Auch wenn das Ei nicht fliegen kann, erleben die Allerkleinsten beim Sprung von der Leiter am eigenen Leib das Gefühl. Jülich. Im Jülicher Kulturbahnhof wurden die Allerkleinsten jüngst auf einen Ausflug ins Wunderland der Schwerkraft entführt. Mit dem Stück „Rawums (:)“ gaben das Theater florschütz & döhnert aus Berlin Kindern die Möglichkeit, in kindgerechtem Ambiente die ersten Kontakte zum Theater zu knüpfen. Dazu musste sich das Kuba zunächst in eine kleine Arena verwandeln. Im Halbkreis saßen die Kinder vor der Bühne auf dem Boden. Nachdem sich die Kleinen ihrer Schuhe entledigt hatten, konnten sie sich dort gemütlich auf weichen Decken und Kissen lümmeln, während das Stück aufgeführt wurde. Das halbstündige Stück, das ohne große Worte mit nur zwei Schauspielern auskam, bot alles, was ein richtiges Theaterstück ausmacht: ein spannendes Bühnenbild, aufregende Requisiten und eine Handlung, die fesselte.
Fliegen selbst erleben

Kölner Stadtanzeiger, 17.02.2009

Das Ei kann nicht fliegen

Kinder wurden behutsam an das Theater herangeführt.
Zwei Clowns begeisterten die Kleinen mit zauberhaften Bildern.
Euskirchen - Vom Fliegen und Fallen, Starten und Landen erzählten zwei Clowns in poetischen Bildern, nachdem sie am Samstag das junge Publikum im Foyer des City-Forums willkommen geheißen hatten. Kommentare, kündigte Schauspielerin Melanie Florschütz an, seien ausdrücklich jederzeit erwünscht. Und auch sonst hatte das Duo mit einer großen Kuscheldecke eine gelöste Atmosphäre für die kleinen Theatergänger zwischen zwei und fünf Jahren geschaffen. Obwohl der Bewegungsdrang der Kinder so nicht gehemmt wurde, folgten sie dem Bühnengeschehen fast regungslos und fasziniert - abgesehen von Momenten, in denen sie vor Begeisterung aufsprangen oder laut lachten. Denn Michael Döhnert und Melanie Florschütz trafen in zauberhaften Bildern und Klängen und mit kindgerechter Situationskomik genau den Ton der kleinen „Theaterstarter“. Die Produktion „Rawums (:)“ von Theater florschütz & döhnert aus Berlin gastierte in der gleichnamigen Aufführungsreihe, die Kinder an die Bühne führen soll. 3 Kann ein Haus fliegen? Oder ein Stuhl, ein Bein, ein Mensch? Die Frage stellen sich die beiden Clowns, als sie ein Ei finden. Das Ei kann nicht fliegen, wissen sie, und doch trägt es diesen Traum mit dem wachsenden Vogel in sich. Mit etwas Nachhilfe und einigen Heliumballons gelang es dem experimentierfreudigen Paar dennoch, allerhand schwere Materie in die Luft zu befördern. Das Spiel war gewitzt und originell, so dass auch die Eltern als Begleiter der Nachwuchs-Theaterfreunde ihre Freude hatten. Schön war die Schlussidee, als der inzwischen ausgebrütete Vogel, nur durch Gezwitscher vernehmbar, unauffindbar blieb. Waren es die Ballons oder die Poesie der Aufführung, die Gegenstände zum Fliegen brachten? Viel Raum zum Träumen und Staunen brachte das Duo florschütz & döhnert aus Berlin in der Reihe „Theaterstarter“ auf die Bühne des City-Forums.