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Lichtung

Geräuschtheater von und mit Martin Heidegger
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O-Team / Antje Töpfer, Stuttgart

– Aber wir warten doch, wenn wir warten, immer auf etwas.
– Gewiß; aber sobald wir das, worauf wir warten, uns vorstellen und es zum Stehen bringen, warten wir schon nicht mehr.
– Im Warten lassen wir das, worauf wir warten, offen.
(Heidegger, Zur Erörterung der Gelassenheit, Aus einem Feldweggespräch über das Denken)

Wir haben uns die Welt als eine Maschine geschaffen, spiegeln uns in ihr, doch sie antwortet mit fremder Stimme. Sie gewinnt ein Leben, das wir, die Lebendigen, nur noch ansatzweise verstehen. »Nur noch ein Gott kann uns retten«. So beantwortete Martin Heidegger 1966 in einem Interview die Frage, wie mit den Herausforderungen moderner Technik umzugehen sei. Heute, fast 50 Jahre später, hat uns noch immer kein Gott gerettet. »Lichtung« ist eine musikalische Performance für zwei Menschen und eine Maschine; der Dialog eines Schauspielers und eines Puppenspielers mit den Mikrofonen und Sensoren eines Modularsynthesizers; ihre gemeinsame Suche nach einem dritten Weg zwischen Natur und Technik; eine akustische Reise auf den unsichtbaren Spuren Martin Heideggers.

Jurybegründung zum Gewinn des Kritikerpreises bei „Sechs Tage frei“ / Tanz- und Theaterpreis der Stadt Stuttgart 2015