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Raus aus Hamsterland

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    Foto: Luigi Consalvo

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Raus aus Hamsterland

„Raus aus Hamsterland“ war das vierte gemeinsame Projekt des FITZ! Zentrum für Figurentheater und einer 2. Klasse der Grund- und Werkrealschule Ostheim. Durch die vorangegangene Zusammenarbeit inspiriert, konnten alle bisher gemachten Erfahrungen zu einem sowohl künstlerisch als auch pädagogisch hochwertigen Gesamtergebnis vereint werden.

Die Schüler*innen konnten ihren Schwerpunkt in Figurenbau- und Spiel oder in das Darstellende Spiel und Bewegungstheater legen. Für alle Beteiligten war somit eine intensivere und gezieltere Arbeit möglich.

Innerhalb zwei intensiver Projektwochen entstanden Sockenhamster-Figuren und Halbmasken-Hamster, die unterschiedliche Bauarten auch verschiedene Spielweisen ermöglichten und erforderten. Gemeinsam wurde die Geschichte erzählt, gespielt, getanzt, chorisch gesprochen, Rollen erprobt und festgelegt.

Der Wald als Erfahrungsraum kam im Kontext Theater hinzu. Da es in der ausgewählten Buchvorlage „Sieben Hamster“ von Alexis Deacon u. Viviane Schwarz um eine Neuland-Erfahrung ging, in der sich Hamster auf die Suche nach einer neuen Heimat machen, war der Wald ein passender indirekter Zuspieler. Sowohl die Hamster in der Geschichte, als auch die Schüler*innen mussten sich mit unbekanntem, teils unwegsamem Terrain auseinandersetzen. Unterschiedliche Sinne wurden geschult, Vertrauen in die eigenen Stärken, die der Mitschüler*innen und die der Gemeinschaft waren gefragt. Grenzen galt es auszuloten und über den eigenen Tellerrand wurde hinausgeschaut. Zudem war der Wald eine ideale und inspirierende Fundgrube für den Masken- und Figurenbau und das Bühnenbild. Die Kinder wurden im Wald immer findiger. Bühnen wurden gebaut, Geschichten erzählt, verschieden Orte ertastet und erforscht. Die Schüler*innen machten im Wald die unmittelbare Erfahrung, dass neben ihrem sonstigen städtischen und oft auch sehr medial geprägten Alltag, die Natur neue Erlebnisräume eröffnet.

Am Ende der beiden Projektwochen war es möglich, die große Bühne im FITZ für die Endproben und Aufführungen zu nutzen.

Während des Projektzeitraumes besuchte die Klasse zweimal ein thematisch passendes Theaterstück mit anschließender spielpraktischer Nachbereitung oder einem Künstlergespräch. Am Projekt beteiligte Künstler konnten hier auf der Bühne erlebt und ein Austausch ermöglicht werden. Ein ermutigender Brückenschlag zwischen Schule und Bühne. ‚Profis‘ treffen auf Profis, Theater wird zum gemeinsam erlebten Element, der Blick auf das eigene Tun wandelt sich.

Die bisherigen gemeinsamen Projekte haben gezeigt, welch enorme Chance für die Schüler*innen darin liegt, am kulturellen Leben in Stuttgart teilzuhaben und selbst schöpferisch tätig zu werden.

Projektleitung/-durchführung: Ludmilla Euler & Anja Müller

Gefördert von der Landeshauptstadt Stuttgart

Mit freundlicher Unterstützung der Theaterpaten Stuttgart im Rahmen des Fördervereins Kinderfreundliches Stuttgart e.V..