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Der Mond weckt die Fantasie der Kleinsten

Jungen und Mädchen im Alter zwischen zwei und vier Jahren erobern im Leonberger Spitalhof die Theaterbühne ­ Schauspieler stehen Rede und Antwort
erschienen am 30.09.2005 in Leonberger Kreiszeitung

Leonberg. Die jüngsten Theatergänger verhielten sich zunächst mucksmäuschenstill und beobachteten aufmerksam, was sich da einen Meter vor ihnen abspielte. Viele der Kleinkinder, die in den Spitalhof gekommen sind, waren gestern zum ersten Mal in einem Theater.

Melanie Florschütz, die prächtig gewandete Mondfängerin, führte ihr junges Publikum einfühlsam durch das poetische Stück „Hase Hase Mond Hase Nacht³ und brachte die Kinder peu `peu dazu, die anfängliche Scheu abzulegen uns sich intensiv mit dem Mond zu beschäftigen. Dieser hatte in dem Stück für Kleinkinder, das das „Berliner Theater o.N.³ im Spitalhof auf die Bühne gebracht hat, auch viele menschliche Eigenschaften. Er hüpfte und sprang fröhlich durch die Gegend, spielte Verstecke, war kitzelig und kicherte albern. Dabei schlüpfte der Mond in mehrere Rollen, war mal kugelrund wie ein Ball, nur um kurz darauf die Form einer Sichel anzunehmen, die sich wunderbar in ein Boot verwandeln ließ. Die jüngsten Besucher hatten an dieser Vielseitigkeit, die Michael Döhnert mit dem Projektor hervorgerufen hatte, sichtlich ihre Freude. Wohl gefühlt haben sich auch die vierjährige Jule und ihre Mama aus Remseck. Das Theaterstück, so Mutter Judith Raupp, habe die Fantasie der Kinder angeregt, zumal es keine abgeschlossene Geschichte angeboten habe. Ähnlich sah das Erzieherin Claudia Rieker vom Martha Johanna-Haus. Mit ihren Kolleginnen hat sie 14 Kinder im Alter zwischen zwei und vier Jahren in den Spitalhof begleitet. Der große Aufwand habe sich gelohnt, stellte sie erleichtert fest. Gut gefallen hat den Kindern das Angebot der Theaterleute, auf und hinter die kleine Bühne zu kommen. Auch die zweijährige Deena wollte sich diese Chance nicht entgehen lassen, verriet Claudia Rieker schmunzelnd. Mutig hüpfte das Mädchen als erste nach vorne und führte die Schar der wissbegierigen Zwei- bis Vierjährigen an. Rasch streiften die Jüngsten im Theater ihre Scheu ab, inspizierten die Kulissen, löcherten Florschütz und Döhnert mit ihren Fragen und tauschten sich intensiv mit den Schauspielern über ihre eigenen Eindrücke vom Mond und von der Nacht aus.