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Ein Ort der Illusion

erschienen am 01.01.2000 in Theater der Zeit, Arbeitsbuch 2000

intensiv, geheimnisvoll und berührend

„(…) Pfauenhafte Eitelkeit, hündische Divenhaftigkeit und schnatterndes Sich-zur-Schau-stellen. Ein Ort der Illusion ist diese FLAMINGO BAR, ein Ort, der die Schönheit in ihrer Verlogenheit und die Lüge in ihrer Schönheit aufdeckt. (…) Der Tod ist in Soehnles Theater immer präsent, wie auch das Morbide wesentlicher Teil seiner Ästhetik ist. Doch in diesem oftmals düsteren Theaterkosmos hat auch die Sinnlichkeit, das Lachen, die Schönheit ihren Platz. Vielleicht ist es das, was Soehnles Theater so faszinierend und so verstörend macht: dass Schönheit und Vergänglichkeit untrennbar zusammengehören, ja sich gegenseitig bedingen. Die ständige Präsenz des Todes verleiht der Schönheit etwas Flüchtiges, Vergängliches. Und genau darin liegt deren Zauber.“
„(…) Soehnles Theater kommt ohne das gesprochene Wort aus, ist dabei aber nicht sprachlos. Sein Ausdruck liegt jenseits dessen, was wir als mittelbar empfinden – und das macht es so intensiv, geheimnisvoll und berührend. (…)“