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„Emma, das Kind und die Dinge“ im Fitz

erschienen am 22.11.2005 in Stuttgarter Zeitung
von C. B.

Der kleine Hermann will einfach nicht ein schlafen, sondern nervt seine Babysitterin Emma mit immer neuen Wünschen. Emma (Dragica Ivanovic) sitzt auf der Bühne des Fitz, Hermann aber ist in dem Stück „Emma, das Kind und die Dinge“ überhaupt nicht zu sehen. Warum, das erfährt man am Schluss. Man sieht nur, wie sich Hermanns Bettdeckchen in einem puppenstubengroßen Zimmer chen bewegt, das auf der Bühne (Isabelle Kessler und Ron Breen) steht. Ivanovic, die Spielerin der Figurentheaterproduktion, ver schwindet manchmal („Ich muss aufs Ört chen“), um unsichtbar zu agieren. Dann bewe gen sich die Dinge im Zimmer. Die Vase spricht, ebenso ein Hemd, und ein Kistchen hebt plappernd seinen Deckel. Das sehr pro fessionell gemachte Stück des Stuttgarter Figurentheaters Hibisskuss (Regie: Isabelle Kessler) nach einem Kinderbuch von Harrie Geelen schafft eine wundersame, fiktive Welt. „Geschichten gibt es nicht, man muss sie bauen“, heißt es einmal. (C. B.)