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Laboratorium

erschienen am 16.12.2014 in Stuttgarter Zeitung
von Adirenne Braun

Frau Oberhoff, verwandeln Sie das Fitz in eine Kochstudio?

Genau, wir bauen auf der Bühne ein Kochstudio auf. Es kommen Frauen aus dem Kongo, Pakistan und aus Deutschland, Gründerinnen von Kulturinstitutionen und Künstlerinnen, die ein Büfett vorbereiten mit Rezepten von jedem Kontinent. An den ersten beiden Tagen arbeitet das Publikum mit und gibt es kleine Theaterstücke, Vorträge, Video. Am Samstag an dem Fest, wie wir es genannt haben, kommen die Szenen auf die Bühne und gibt es das, was vorab gekocht wurde, als Büfett.
Sind die Frauen zu Besuch, oder leben die hier?
Sie kommen eigens angereist von weit her – Kinshasa, Karachi, Lahore, Berlin, Leipzig. Wir arbeiten außerdem drei Tage auf der Solitude, wo jede ihre Arbeit vorstellt. Es geht darum, sich zu vernetzen, Ideen zu entwickeln und drei Generationen aufeinandertreffen zu lassen.
Wollten Sie kein Theaterstück miteinander entwickeln?
Nein, der Wunsch war diesmal, ein  Laboratorium zu machen. Es soll Lust machen, in neuen Konstellationen zu arbeiten oder sich künftig auch mal gegenseitig ein­zuladen. adr