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Mond und Liebe

dietheater Künstlerhaus: "Sommernachtstraum"
erschienen am 03.01.2005 in Kurier Wien
von Andrea Amort

Es ist wohl das „erwachsenste“ Stück an poetischem Figuren- und Menschentheater, das Christoph Bochdansky mit seinem kongenialen neuen Partner Michael Vogel derzeit im Künstlerhaus zeigt.

„Sommernachtstraum – reorganisiert“ nennt das Duo die von Regisseurin Astrid Griesbach begleitete, geglückte Verwirrung um Fantasie und Spiel auf mehreren Ebenen. Nichts ist so, wie es scheint, aber der standhafte Glaube an das Ganze zählt. Zwei schrullige Typen, durchaus mondsüchtig, diskutieren über das Wesen der Elfe und das Unfassbare und tappen mitten hinein in Shakespeares „Sommernachtstraum“.

Dort, in diesem Reich aus seltsamen Erscheinungen, das von einer atmenden Schönheit, von Masken und goldenen Kugeln belebt wird, muss Liebe entstehen.

Bochdansky und Vogel kommentieren ihre Wechsel zwischen Oberon und Titania und den Puck ähnlichen Spielmachern launig. Wo es ins Kunsthandwerkliche abzugleiten droht, sind die beiden Fantasten rasch wieder zur Stelle. Wesentlichen Anteil am Zappen durch die Spielebenen hat die mit Geige und Gitarre dramaturgische Akzente setzende CharlotteWilde.