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Poetische Reise

erschienen am 02.12.2010 in Stuttgarter Nachrichten
von Brigitte Jähnigen

Einerseits bedrohlich, andererseits magisch anziehend schwebt die Schneekönigin mit ihrem bläulich leuchtenden Gesicht im Figurentheater Fitz über Kai und Gerda. Die Kinder halten den Atem an: Was wird nun geschehen? Viele, die sonst den Darstellern mit Rat und Tat zur Seite stehen, die laut vor möglichen Gefahren warnen, sind stumm. Susanne Capar versteht es bestens, in „Die Schneekönigin“ nach Hans Christian Andersen die Kinder ganz poetisch auf eine Reise mitzunehmen, die ziemlich bedrohlich an den Rand der Existenz führt, von dem die Kleinen nur vage ahnen, ohne dass hier Furcht und Schrecken geschürt wird. Doch das ist nur die eine Seite der Geschichte. Auf ihrer Suche nach ihrem jugendlichen Freund Kai macht Gerda auch viele positiven Erfahrungen. Capar spielt die beiden Hauptpersonen mit natürlich aussehenden Puppen, die sie sorgsam führt.