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„Wir gehen freier an das Stück ran“

Das Fitz zeigt „Die Glasglocke“ nach Sylvia Plaths Roman.
erschienen am 02.05.2017 in STN
von Cornelius Oettle

Frau Herzberg, Sie studieren Figurentheater an der Staatlichen Hochschule für Musik und Darstellende Kunst in Stuttgart. Nun spielen Sie im Stück „Die Glasglocke“ am Stuttgart Fitz-Figurentheater. Wie kam es dazu?

Die Regisseurin Helga Lazar fragte meine Kommilitonin Sarah Wissner und mich, ob wir als Spielerinnen teilnehmen möchten. Wir sind beide im achten, also letzten Semester des Bachelor-Studiengangs. Sie hatte damals auch schon ein Konzept ausgearbeitet, wollte es uns aber noch nicht vorstellen, damit wir etwas freier an die Sache herangehen konnten. Generell richtet sich das Newz-Festival, in dessen Rahmen diese Uraufführung stattfindet, ja an junge, neue Künstler.

Esther, die Protagonistin der „Glasglocke“, beginnt ein Volontariat bei einem New Yorker Modemagazin und wird depressiv. Der Roman spielt in den Fünfzigern. Haben Sie das Stück aktualisiert?

Das lässt sich nicht eindeutig sagen. Unsere Videoprojektionen wirken natürlich wesentlich moderner, insofern spiegelt das Stück nicht den Geist der fünfziger Jahre wider. Andererseits erinnern Bilder und auch die Optik der Papierfiguren an diese Zeit.

Welche Formen des Figurentheaters kommen zum Einsatz?

Zum einen setzen wir Klappmaulpuppen ein, allerdings nicht in typischer Form, bei uns handelt es sich um zweidimensionale Klappmaulpuppen. Darüber hinaus gibt es viel Schatten- und im weitesten Sinne auch Objekttheater zu sehen.