Springe zur Navigation

Bräute

Im Walzertakt kreisend, vom Wind der Vergangenheit in unsere Gegenwart geweht, kommen die Bräute getanzt. Schneeweiß, verlockend in ihren anmutigen Gebärden, grillenhaft klingend ihr Gesang…

Den romantisch verklärten Frauenbildern folgen Bilder des sehnsüchtigen Liebesschmerzes, der Zerbrechlichkeit und der Vergänglichkeit. Eben noch das blühende Leben, zeigen sich die Bräute nun dem Zuschauer als Meute alter Weiber.

Der Dreiheit des Walzerschrittes folgend, überraschen sie in einer neuen Verwandlung: Schalkhaft, unergründlich, vital – animalisch, werden Felle, Tierhäute, ein Schlangen- Vogelkopf am und unter den Brautkostümen der Spielerinnen sichtbar. Die Formen geraten aus den Fugen. Großkopferte, Spinnenbeinige, schuppig – tierische – schwebende Weibswesen treiben ihr Unwesen…

Inspiriert durch Dichtungen der Romantik von Heine , Eichendorff und Briefwechseln der Günderode, Bettina von Arnim und Susette Gontard, sowie der Liebeslieder-Walzer von Brahms , entsteht ein szenisches Ereignis für acht Darstellerinnen, Masken, Tierverkörperungen und einem Musiker.