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Der Mantel

  • Der Mantel1

Gritzko und Panass, zwei Petersburger Hundefänger, sitzen im Gefängnis: Wie konnten sie es auch entkommen lassen, das Gespenst des Akaki Akakijewitsch, das umgeht und ahnungslosen Passanten den Paletot von der Schulter reißt…
Wie das alles kam? Nina Dimitrova und Vassil Vassilev-Zuek erzählen clownesk und komödiantisch die Geschichte des unscheinbaren, subalternen Petersburger Beamten, der, verhöhnt von allen Kollegen, sein kümmerlich-trostloses Dasein fristet. Für einen kurzen Augenblick bringt ein neuer Mantel – unter unsäglichen Entbehrungen vom Munde abgespart – Glanz in sein armseliges Leben. Nur einen Augenblick. Denn kaum, dass er Gelegenheit hatte ihn auszuführen, wird dieser Mantel ihm von Wegelagerern gestohlen!
Mit wenigen, wandelbaren Mitteln, mit ein paar Kisten und Holzlatten, mit Stofffetzen, die zur Puppe werden, rufen die beiden Akteure Bilder von eisiger Kälte und Verlassenheit, von Zärtlichkeit und Not wach, vor allem aber das typisch Gogolsche „Lachen unter Tränen“.

Mit „Der Mantel“ feierte die polnische Formation 1992 ein vielfach mit nationalen und internationalen Preisen honoriertes Debut.