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Die Besessenen

„Die heißeste Schmuggelware in einem altersschwachen Banktresorwagen zu transportieren, das gefällt mir.“ (W. Gombrowicz)
Der Schriftsteller Gombrowicz ist auf dem Weg ins politische Exil nach Argentinien. Auf der Flucht vor seinen Mitreisenden gerät er in den Laderraum des Schiffes, einen Ort, geheimnisvoll, zwielichtig, bedrohlich: Dem Frachtgut entspringen Personen, der mitgenommenen Heimaterde Erinnerungen und Geschichten, die sich selbständig machen, ihre eigene Wirklichkeit behaupten. Visionen erscheinen, Vergangenes mischt sich hinein, Dinge werden zu bösartigen Organismen. Der Frachtraum entwickelt sein Eigenleben. „Faszinierend, welch herrlich ironische Bilder die Inszenierung findet. Und wie Marionetten und Puppen mit den Spielern zur untrennbaren Einheit verschmelzen. Als scharf gezeichnete Platzhalter von Habgier, Hemmungslosigkeit und Herrschsucht. Und mitten unter ihnen Autor Gombrowicz, der hilflos zusehen muss, wie er zum Spielball seiner Figuren wird, die, infiziert von einer „krankhaften Energie“, ihm den Fortgang seines Romans diktieren.“ (StN)