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Die Reise zum Mond

  • Reisezummond heinrich hesse

„Vor langer Zeit kamen Worte zu mir, sie standen auf einmal da, mit Tränen in den Augen und baten darum verwendet zu werden. ‚Bitte! Bitte! Benutze uns!‘ Einige wollten sogar die ersten sein. Ich fand keinen Platz für sie – nicht einmal am Ende eines Satzes. ‚Bitte! Bitte!‘ flehten sie. Und ich bin vor ihnen geflohen über die vier Berge, die unser Dorf umgeben, und ich habe nichts zurückgelassen, nichts als meine tote Familie. Die winselnden Worte haben mich verfolgt, und jetzt lebe ich mit ihnen zwischen den Dingen, und aus den Dingen baue ich ein Gefährt, mit dem ich in andere Welten fliegen kann um ihnen zu entkommen.“

„Die Reise zum Mond“ ist ein poetisches Spiel mit Sehgewohnheiten: Alte afrikanische Mythen verbinden sich mit Statements aus modernster Technik zu theatralen Rätseln. Ob nun zu Wasser, zu Land, in der Luft oder gar unter der Erde, der luzide Erzähler und sein aufmüpfiges Alter Ego – eine Figur, die besessen eine abenteuerliche Maschine konstruiert, um dem Mond nahe zu kommen – scheuen keine Konfrontationen: Nicht mit dem kraftlosen Löwen, nicht mit der einsamen Frau, nicht mit dem Baum, der Goldbarren unter seinen Wurzeln behütet, nicht mit dem Kreateur und schon gar nicht mit dem Zuschauer. Mittels einer einzigartigen Mischung aus traditioneller Erzählkunst, magischen Voodoo-Fakes und gewagter Neuberechnung der Raumfahrt überwinden sie mit Leichtigkeit die Schwerkraft der Fantasie.