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F. Zawrel – erbbiologisch und sozial minderwertig

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Schuberttheater Wien (AU)

Der Vater ist Alkoholiker, die Mutter nicht fähig, die Familie zu ernähren. So wächst Friedrich Zawrel auf. Kinderjahre in Kaisermühlen, Delogierung, Heim, schließlich Spiegelgrund, jene »Kinderfachabteilung« des Deutschen Reiches, in der Euthanasiemorde an kranken und behinderten Kindern stattgefunden haben. Vom Anstaltsarzt Dr. Gross wird Zawrel – als »erbbiologisch und sozial minderwertig« eingestuft – gequält, doch er kann aus der Anstalt fliehen. Erst im Jahr 2000 kommt es nach vielen Bemühungen Zawrels zum Gerichtsverfahren.

„Was Nikolaus Habjan und sein Regisseur Simon Meusburger in ihrer fast zweistündigen Inszenierung »F. Zawrel – Erbbiologisch und sozial minderwertig« dem Publikum präsentieren, ist ein selten gelungener, hoch interessanter Balanceakt zwischen Theater und Dokumentation. (…) Vor allem stimmlich setzt der unverkennbar von Neville Tranter inspirierte und geprägte Puppenspieler und Musiktheaterregisseur mit seiner Fähigkeit, virtuos und federleicht den Wesenskern der jeweiligen Akteuren zu treffen, Maßstäbe.“ (Double)

Die Inszenierung erhielt den Nestroypreis 2012 in der Kategorie Beste Off-Produktion.Auf ebenso packende wie berührende Weise arbeiten Nikolaus Habjan und Simon Meusburger in ihrem grandiosen Figurentheaterstück ein Stück österreichischer Geschichte auf.

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Der 1987 in Graz geborene Regisseur Nikolaus Habjan, Shooting-Star der Wiener Off-Szene, erlernte das Puppenspiel bei Neville Tranter und entwickelte Soloprogramme als Kabarettist, Puppenspieler und Kunstpfeifer. Seit 2009 ist er Co-Leiter des Schubert Theaters in Wien, wo u. a. 2012 seine mit dem Nestroy-Preis ausgezeichnete Arbeit F. Zawrel – Erbbiologisch und Sozial Minderwertig entstand.

Simon Meusburger, 1974 in Bregenz geboren, begann seine Arbeit am Theater als freier Regieassistent. Zuletzt seit mehreren Jahren bei den Bregenzer Festspielen, für Produktionen wie West Side Story, Der Troubadour, Tosca oder Andre Chenier tätig, hat er mit Regisseuren wie Francesca Zambello, Philipp Himmelmann, Keith Warner oder David Pountney gearbeitet. Seit Sommer 2007 ist er als Direktor für das Schubert-Theater tätig, wo er als Hausregisseur für zahlreiche Eigenproduktionen verantwortlich ist.

Am 29. Juni 2014 erhielten Nikolaus Habjan und Simon Meusburger den Aargauer Förderpreis für junges Figurentheater Grünschnabel. Rund 24 Gruppen aus 7 europäischen Nationen, Israel, Chile und USA haben sich für den «Grünschnabel» 2014 beworben.

Zeit Habjani