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Freischwimmer

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Die Nonnen haben Nerven: Mit Heimwerkerhämmern dringen sie in eine Atomraketenbasis ein, um als »verlängerter Arm Gottes« amerikanische Sprengköpfe in Handarbeit zu zerstören. Natürlich werden sie geschnappt und müssen zur Strafe müssen sie im Zug der gegnerischen Fußballmannschaft zum nächsten Spiel reisen, was sie natürlich nicht überleben. Nach 17 Jahren werden die beiden heilig gesprochen, kommen ins Paradies, wo sie sich »schalenlos rosa« im hautengen Fußballbody eine Mannschaft von imaginären Kampfhunden stellen klar 100:0 besiegen.

Gyula Molnar hebt Dinge und Motive in eine surreale Luftigkeit, projiziert Unvereinbares aufeinander und bietet dem Zuschauer gerade so viel Halt, dass er – selbst vom Boden der Tatsachen entführt – doch nicht verloren geht. Annette Scheibler und Alexandra Kaufmann als clowneske Inkarnationen einer gar nicht heldischen Zivilcourrage tun das Übrige.

„Das klingt alles völlig abgedreht und absurd – und das ist es auch. Molnar als Meister des Objekttheaters verlangt im Grunde nicht viel von den Zuschauern. Nur uferlose Fantasie. Man sollte das hinreißend komödiantische und gleichzeitig klare Spiel der beiden Darstellerinnen auf sich wirken lassen, ohne sich durch den aussichtslosen Versuch abzulenken, einen Zusammenhang herzustellen. Man wird nicht klug. Diesen Anspruch erhebt »Freischwimmer« auch gar nicht. Hier liegt die Wahrheit im Detail, und die ist furchtbar komisch.“ Esslinger Zeitung)