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Kasperl, dieser Mann ist eine Fälschung

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Christoph Bochdansky behauptet, der Kasperl zu sein. Doch dafür werden stichhaltige Beweise gefordert. Aber wie beweist sich ein Kasperl? Mit einem Krokodil? Das können wir haben. Dumm nur, dass es erschlagen werden muss und dann nichts mehr sagen kann. Konflikte müssen beseitigt werden, es werden aber immer mehr, und sie behaupten, dass der Kasperl eine Fälschung ist. Und was soll er mit Konflikten, wo er doch nur Gut und Böse kennt? Macht der Wunsch, Kasperl zu sein, einen zum Kasperl, oder sind Wünsche nicht Teil der Identität des Menschen? Wieso so viele Fragen, wieso verstehen wir nicht gleich alles von Anfang an? Fest steht nur eines: Das Stück ist ein Soloprogramm, muss ein Solo sein, denn der Kasperl ist allein.
„Bochdansky stellt mit seinem lakonisch präsentierten Programm, das nur gelegentlich in halsbrecherische Eskapaden entgleitet, wahrhaft letzte Fragen: Wie wird Mann, was man ist? Oder was wäre Mann, wenn man die Wahl hätte?“ (MdZ)
Christoph Bochdansky, Kultfigur der Wiener Figurentheater-Szene, gilt als Avantgardist unter den österreichischen Puppenspielern. Seine Welt ist voll von schrillen, absonderlichen und geheimnisvollen Wesen, die er selbst geschaffen hat, auf die überraschendste Weise zum Leben erweckt, verwandelt und selbst bewohnt.