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König Übü

  • Ubue

„Jarrys Drama „König Ubu“, das seine Uraufführung 1897 erlebte, gilt als ein Meisterwerk des Komischen. Diesem Text mit seinen monströs angelegten Figuren, absurden Handlungssträngen und grotesken Situationen ist auch heute noch eine anarchisch-clowneske Sprengkraft immanent. Und genau diese explosive Kraft vermitteln Stefanie Oberhoff und Hartmut Liebsch, wenn sie sich als Ehepaar Übü mal wieder so richtig gegenseitig die Leviten lesen. Sie ist eine aufgekratzte, auf sexy getrimmte Hausfrau, ständig am Rande eines Nervenzusammenbruches. Er verkörpert eine Mischung aus bourgeoisem Pantoffelheld und tumbem Gangster und schwadroniert wie weiland Münchhausen. „Wir wollten nur reich werden“, lautet das Credo der macht- und geldgeilen Mutter Übü. Oberhoff und Liebsch werden mit dieser Produktion wohl nicht reich werden, aber viele begeisterte Zuschauer dürften ihnen gewiss sein.“
(DaT)