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Kreuzzug der Schweine

nach einer Satire von Pierre Cleitman
  • Kreuzzug4 Claude Giger
  • Kreuzzug3 Claude Giger
  • Kreuzzug2 Claude Giger
Figurentheater Vagabu, Riehen/Basel

In Pork-City, einer ultramodernen Schweinefarm irgendwo in Deutschland, führen 75 000 Schweine ein nahezu paradiesisches Leben. 74 998, um genau zu sein! Denn seit dem 5-Uhr-20-Morgen- Appell vom vergangenen 14. April fehlen die beiden Pensionäre Hans und Fleury. Und alles deutet darauf hin, dass sie geflohen sind. Aber warum denn? Denn Pork-City ist doch ideal für Schweine. Und weil das einfach so ist, steht es auch überall, wird überall und unablässig wiederholt, deklamiert, geflüstert, gemurmelt, gerufen, gesungen, Tag und Nacht. Fantastisch! Und den Tod gibt es auch nicht mehr! Weg. Fast. Jedenfalls ist dieser nächtliche Weg in die verbotene Zone kaum spürbar.

Und Hans und Fleury? Was haben Sie gesehen, dass sie fliehen mussten? Und wohin sind sie geflohen? In das (von wem) gelobte Land?

Der Kreuzzug der Schweine ist beides: Fabel und Farce, dargestellt als Wechselspiel zwischen Erzähler, Figurenspiel, Klängen und Musik. Das Stück entwickelt sich rund um einen beweglichen Flügelaltar, wo die Schweine – ob groß oder klein, einzeln oder in Gruppen – auftauchen und wieder verschwinden. Luken tun sich auf, ein Schlammsee bildet sich, eine Wandtafel lässt sich herausklappen… Lässig wippen die Schweine mit dem Kopf, kaum irritiert von der Tatsache, dass im Verlauf der Zeit einige von ihnen diskret verschwinden.