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Makariens Archiv

Alles Gescheite ist schon gedacht worden, man muss nur versuchen, es noch einmal zu denken
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Ensemble Makaria, Leipzig/Petersburg (DE/RU)

Die einen sagen, dies sei schlicht ein Stück über das Erinnern. Andere: „Unglaublich, auf wie viele Arten wir einander das Notwendige nicht sagen können!“ Wieder ein anderer ergänzt, es gehe um Männer und Frauen, was sie trenne und verbinde, das Hinterzimmer der Liebe eben.

Ins Gästebuch schrieb einer „Kunstkacke“.
Der Eintrag davor lautete „Wunderbar“.

(Makaria: griechisch Μακαρία „Glückseligkeit“) Das ist Theater.

Am Ende von Goethes Spätwerk »Wilhelm Meisters Wanderjahre« steht eine Reihe von Aphorismen aus dem gedachten Archiv einer »ältlichen, wunderwürdigen Dame« namens Makarie. Ihr Name steht für Weisheit und Glückseligkeit. Daher muss sie nebelhaft bleiben. Es gibt keine Zentralperspektive. Und die Geheimnisse des Lebens, die Wilhelm und sein Sohn Felix auf ihrer rastlosen Reise aufzudecken suchen, sind bis zum Schluss verborgen, angedeutet in einem kontrastreichen Mosaik aus den Eigenheiten und Geschichten zeitweiliger Gesellen. Die Erzählung selbst gibt vor, ein willkürliches Kollektiv von Erinnerungen und Spielfragmenten zu sein – ein Puzzle, dessen Sinn weder wahr noch falsch ist und letztlich Geheimnis bleiben muss.

In deutscher Sprache.

Ausgestattet durch Michael Vogel (Wilde & Vogel) und unter der Regie von Pawel Semtschenko durchstöbern der junge Figurenspieler Stefan Wenzel und die russische Tänzerin Alisa Olejnik die angestaubten Kuriositäten aus Makariens Archiv und entdecken, in welchen Details sich der Teufel wohl doch versteckt haben mag.

An der Produktion sind sowohl junge als auch bereits etablierte Theaterkünstler beteiligt. Regie und künstlerische Leitung übernimmt Pawel Semtschenko, einer der drei Begründer der AKHE Group. Alisa Olejnik ist im Tanztheater beheimatet und arbeitet regelmäßig mit Künstlern aus der freien russischen Figurentheater- und Tanztheaterszene zusammen. Hinzu kommt Stefan Wenzel, ein junger Figurenspieler, der 2012 an der Hochschule für Musik und Darstellende Kunst Stuttgart seinen Abschluss gemacht hat, sowie der Figurenspieler und -bauer Michael Vogel vom vielfach ausgezeichneten Figurentheater Wilde & Vogel.

FESTIVAL-KOPRODUKTION IMAGINALE 2014