Springe zur Navigation

Mewa / Die Möwe

  • Mewa4
  • Mewa3
  • Mewa2
  • Mewa1
  • Mewa5

„Die Möwe“ erzählt die Geschichte von Menschen, die ihr Leben der Realisierung unmöglicher Träume widmen. Sie sind Künstler ohne besondere Ziele (außer der Kunst selbst und ihrer Eigenliebe) und Liebende einer unerfüllbaren Liebe. Tschechow zeigt diese Menschen gefangen in ihrem Ehrgeiz und ihren Gefühlen. Die Metapher der toten Möwe ist zentrales theatrales Motiv – ein Symbol für totgeborene Träume.

Wie in einem Karussell mit eingebauter Unwucht drehen sich Tschechows Figuren umeinander: Einer liebt den anderen, aber irgendwer liebt niemanden. Sie gleichen den Weißfischen, die sie angeln: Zusammengepfercht auf einem russischen Landgut machen sie Kunst, Theater, Literatur – mit Leidenschaft aber ohne Genie. Generationskonflikte, der rebellische Schrei nach neuen Formen, Alterssentimentalitäten – all das sind Auswüchse des Stillstands. Das Karussell quietscht und eiert, aber es dreht sich immer weiter. Keine Romantik, keine seelenvolle Atmosphäre: Möwen sind Aasfresser.

Die Kompania Doomsday wurde von einer StudentInnengruppe der Theaterakademie-Abteilung Puppentheater in Bialystok gegründet. Die Arbeit der Gruppe ist seit ihrer Gründung durch eine sehr enge Kooperation mit dem Figurentheater Wilde&Vogel geprägt. Aus dieser Kooperation entstand zuerst die Abschlussarbeit der AbsolventInnen „Until Doomsday – The ballad of the Flying Dutchman“, danach die Produktion „Salome“, die im September 2005 zuerst in Polen, dann in Deutschland erstaufgeführt wurde.

in polnischer Sprache mit Übersetzungen / w jezyku polskim