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Muschelkalk

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1920 heiratete der 37jährige Kabarettist und Dichter Joachim Ringelnatz die fünfzehn Jahre jüngere Lehrerin Leonharda Pieper. In die Vorgeschichte dieser langwährenden Lebens- und Arbeitsgemeinschaft fällt der erotisch pikante und sprachlich faszinierende Briefwechsel der beiden Liebenden, der die Inspiration und Textgrundlage dieser Inszenierung bildet. Ringelnatz wirbt, gewandt auf unerlaubtes Terrain vordringend, Pieper pariert seine Ansinnen und wirft ihrerseits wortgewandte Netze in Richtung des Dichters aus. Sprachliche Delikatessen, ausdrucksstarke Masken, Marionetten und Handpuppen machen den Zuschauer zum schmunzelnd-staunenden Zeugen einer gleichermaßen poetischen wie sehr weltlichen Liebesgeschichte. Urs Klebes einfühlsamen Geigenspiel tut ein Übriges.