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NEWZ 17: Die Glasglocke

nach dem Roman von Sylvia Plath
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Helga Lazar, Budapest

Alles Muss Sich Aendern Schriftzug2

NEWZ – Das Fest der Uraufführungen

Nach dem Roman von Sylvia Plath

Ein klassisch amerikanischer Kinofilm beginnt. Ein Märchen, herzhaft, wohlriechend, dicht, und doch einfach zu verdauen. Unsere Heldin Esther ist eine typische Selfmade-Woman unserer Zeit – begabt, schön, zielorientiert und natürlich extrem jung. Hier und jetzt kann sie in New York alles bekommen: einen guten Job, einen reichen Ehemann, eine schöne Familie. New York bietet ihr die große Chance, für die sie so viel gearbeitet hat, um erfolgreich zu sein. Sie wäre dumm, eben dann an sich selbst zu zweifeln anzufangen. Aber irgendwie ist sie unfähig die Möglichkeiten zu ergreifen.
„Ich sah mich in der Gabel dieses Feigenbaumes sitzen und verhungern, bloß weil ich mich nicht entschieden konnte, welche Feige ich nehmen sollte. Ich wollte sie alle, aber eine von ihnen nehmen bedeutete, alle anderen verlieren, und während ich dasaß, unfähig, mich zu entscheiden, begannen die Feigen zu schrumpfen und schwarz zu werden und es plumpste eine nach der anderen auf den Boden unter mir.“
Unsere Geschichte beginnt wie ein Live-Animationsfilm. Danach öffnet sich auf einmal die Papierwelt der Schablonenfiguren und wir erkennen in Esthers Geschichte, wo wir sind und das Heute: unsere Erwachsenen-Neurosen, die frustrierenden Regeln und die furchtbare Freiheit.

Schmelzend2