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NEWZ: Der Freischütz

Ein Stück über das Schießen und geschossen werden nach Apel, Kind und Weber
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Samira Lehmann, Stefan Wenzel, Leipzig

Im Walde im Walde, da kommt mir die Jagd…

Bei Liebe und Jagd braucht es ein Gewehr für die Frau und ein Herz für Tiere. Im Jägerdorf am Jägerwald in der Jägerwelt wohnt Wilhelm und träumt davon Jäger zu werden, damit er Käthchen heiraten kann. Weil Jägerwerden aber nicht so einfach ist, wird der Teufel gefragt. Ob das gut geht?

Wenn alles gelingt, fließt Blut und Glitter und die Show wird tragische Glamrockoper. Es riecht nach Schwarzpulver und Bier. Die Lichter gehen aus und wieder an, die Taube fliegt, der letzte Schuss fällt. Vorhang. Musik.

Dieser Freischütz ist ein Meister des Erschießens. Und: Was Teufels tolle Zauberkugeln kaputtmachen können, das soll auch zu Bruch gehen. Denn wer stirbt, beißt ins Gras. Und wer nicht erschossen wird, spielt bis ihn der Teufel holt.

Samira Lehmann und Stefan Wenzel spielen um ihr Leben. Mit Objekten und Figuren, E-Gitarren und Hochzeitskleidern entführen die beiden in kleine Idyllen und große Alpträume. Inmitten von Jagdglamour und Trashmusik geht es um die wirklich wichtigen Dinge des Lebens: Die Jagd und die Liebe. Frei nach Apels Volkssage und von Webers Oper geht es tief in den dunklen Wald, wo die erbarmungslose Wildnis lauert und nur die Erbförsterei ein Gefühl der Heimat bieten kann. Doch Vorsicht, so mancher Schuss wird ins Schwarze treffen. Objekttheater trifft Rockoper.

Die Inszenierung war Teil von Stefan Wenzels Bachelor am Studiengang Figurentheater der Hochschule für Musik und darstellende Kunst Stuttgart. Nach bestandener Prüfung besuchte der „Freischütz“ allerhand Festivals und Theaterbühnen und erheilt den Leipziger Bewegungskunstpreis 2013.