Springe zur Navigation

Nirgendwo ist alles anders

Worte sind für die siebenjährige Viivi das aufregendste, was es gibt. Sie stecken in ihrem Kopf wie Kerne in der Erde und treiben Blüten. Wenn die Eltern und ihre geliebte Oma zum Arbeitseinsatz unterwegs sind, ist Viivi allein mit den Geschöpfen ihrer Fantasie. Leuchtend bunten und furchterregend dunklen.
Ein dramatischer Bogen fürht Viivi vom kindlich übermütigen Reimspiel zum Bannspruch über die Erscheinung von Marras, dem Todesvogel. Aus dieser Begegnung geht sie gereift nd mit äußerstem Vertrauen in die Kraft des Wortes hervor. Am Schluss, nach einem Sprung über dreiundzwanzig Frühlinge, ist Viivi Schriftstellerin geworden, die am Grab der Großmutter ihr Credo zum Ausdruck bringt: „Weißt du, was das Gute an Worten ist, Oma? Ich kann dich wieder lebendig machen, ohne dich aus der Grube zu holen!“
Die brillante Darstellerin erzählt im Stil eines modernen Märchens die Geschichte der Ängste, Sehnsüchte und Wünsche eines kleinen Mädchens in der Nachkriegszeit. Eine Geschichte über die Wandlungen eines Landes. Vor allem aber – eine Geschichte über die Macht der Fantasie und des Wortes.