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Reanimation

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Sie sind abgespielt, haben längst keine Zukunft mehr, fristen ihr Dasein im Dämmerlicht vergangenen Ruhmes oder trauern verpassten Chancen nach. Doch nun hat die Tristesse ein Ende. Michael Speer und Marius Kob reichen den todgeweihten Puppen ihre Hand, fünf RegisseurInnen und Regisseure horchen in sie hinein und finden Geschichten, die letzten. Ein wunderbares Aufglühen. Dann folgt der endgültige Tod.

Angelehnt an Dogma95 der dänischen Filmemacher um Lars von Trier hat sich diese Figurentheaterproduktion 10 einschränkende Regeln gesetzt, um durch diese Einengung zu einer neuen Ästhetik vorzudringen. Die wichtigste Regel ist, dass nur Figuren verwendet werden dürfen, die aus abgespielten Produktionen stammen oder Figuren, die es nie bis zur Premiere geschafft haben oder gar nie fertig gestellt wurden. Das heißt, dass Figuren nicht für einen (z.B. literarischen) Stoff gestaltet werden, sondern es wird untersucht, was die vorhandenen Figuren von sich aus zu erzählen haben. So entsteht eine Szenencollage, die die ganze Bandbreite vom Komischen bis zum Tragischen auslotet.