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Reineke Fuchs

Allzu menschliche, scheinbar zeitlose Charaktereigenschaften haben die Tierwesen dieses wahrhaft schauerlichen Panoptikums: In Goethes großem Versepos handeln sie einerseits ihrer tierischen Natur gemäß, – andererseits unterwerfen sie sich Regeln menschlichen Zusammenlebens. Blicken wir in den Spiegel? Da begegnen uns Eitelkeit, Dummheit, List und Gier. Sie steigern sich zu tragischen Dimensionen im Spiel um Macht, Gewalt und Tod. Bleibt es letztlich – oder Gott sei Dank – “nur” bei einer saftig-tierischen Komödie aus vergangener Zeit?