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Salomé

  • Salome2 Pogerth
  • Salome1 Pogerth

Salomés Tanz hat sie alle um den Kopf gebracht: Herodes, ihren Stiefvater, Herodias, ihre Mutter, Johannes den Täufer und schließlich sich selbst. Mächtig war der Tanz, mächtig die Tänzerin, der ein halbes Königreich geboten wurde – doch sie wollte lieber den Kopf des sittenstrengen Wüstenpredigers. Salomé – das Trauma der Moderne, das Drama der Unmäßigkeit des Begehrens, einer Liebe, die sich der Sprache des Wahnsinns bedient und gerade in der Ermordung des Geliebten das Menschliche in äußerster Nacktheit zeigt. Ein Theaterstück mit Figuren, Masken und Objekten, ein Spiel mit dem (verbotenen) Blick: Dinge beginnen zu sprechen, leben, werden einverleibt, abgewiesen, kalter Ausdruck des Todes. Wieder erweckt durch den forschenden Atem der Spieler beginnen sie neu zu leuchten: Sehnsucht, Wut, Liebe. Das Spiel beginnt von vorn. Ein Kaleidoskop von Bildern aus den Grenzbereichen des Fühlens.