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Terror im Idyll

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Försterhaus, Tannenbaum, dralle Liebeslockungen – alles ist falsch bis auf das steinerweichende Gefühl, das diese beiden missratenen Wesen ausstrahlen, diese Sündenböcke und Bauernopfer in Ganghofers grell-heiler Alpenidylle. „Annette Scheibler und Hartmut Liebsch – jene beiden Spieler, die mit Griesbachs „Lear“ schon viel Freude bereiteten – verkörpern in „Terror im Idyll“ zwei pferdegebissige Fehlfiguren, die sich selbstständig machen, statt sich ihrem Ganghofer-gewollten Schicksal zu ergeben. Sie halten gegen, stellen eine schönstmögliche Welt nach ihrem Geschmack, mit ihren Mitteln her, um sie genüsslich zu vernichten: Sie: „Sag mal glitzern.“ Er (mit Gebiss): „Glipfern.“ Sie: „Sag s mal so leise, dass ich die Spuckefäden zwischen deinen Zähnen reißen höre.“ Er tut es. Beide lächeln friedlich. (BZ)