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The Table

Blind Summit Theatre (GB)

Eine Puppe, ausgestattet mit einem charismatischen und eigenwilligen Kopf, lebt seit 40 Jahren auf einem Tisch und ist nur auf diesem Tisch lebensfähig. Sie fühlt sich zu Höherem berufen und soll nun eine Geschichte biblischen Ausmaßes erzählen: Die letzten zwölf Stunden im Leben des Moses. „The Table“ ist ein wilder Ritt durch existenzialistische Fragen und Momente, der dem sympathischen und verwegenen Kameraden aus Pappe geschuldet ist, der eigentlich nur eine Puppe sein will und doch ein Hohelied auf das Leben und das Denken anstimmt. Die Inszenierung erhielt 2011 den ersten Preis des Fringe Festivals Edinburgh und gastierte mit großem Erfolg bei den Wiener Festwochen.

Der Name ist Programm: Denn „Blind Summit“, eigentlich die Bezeichnung für ein Verkehrsschild, das auf eine gefährliche, nicht einsehbare Kuppe hinweist, hat viel Spaß an unerwarteten Wendungen und geschliffenen Überraschungen. Gegründet im Jahr 1997 von Nick Barnes und Mark Down, hat sich die britische Formation der Neuerfindung der alten japanischen Kunstform des Bunraku verschrieben und hat es zu mitreißender Meisterschaft gebracht. Inspirationsquellen: Philippe Genty, Handspring Theatre, Sex-Pistols (unter anderem).

… Nick Barnes, Mark Down und Sean Garratt bewegen die Puppe mit dem riesigen Greisenkopf auf winzigen Beinchen und Ärmchen so hinreißend, dass buchstäblich kein Zuschauer-Auge trocken bleibt, weil die wortwitzigen Dialoge die Nummer zu einer absurden Stand-up-Comedy des englischen Humors machen. (…) 75 wunderbare Minuten lang. Mit Jubel am Ende, wie ihn sogar Schauspielstars nur selten erleben.“ (www.kurier.at Werner Rosenberger)

Blind Summit beweist wieder einmal, dass wer im Kleinen arbeitet nicht klein denken muss.“ (The Guardian)

Es ist beeindruckend, wie die drei Spieler die kleine Puppe über den Tisch wirbeln lassen und wie aus Karton und Stoff eine Persönlichkeit entsteht. (…) Auch Erwachsene scheinen das Staunen nicht verlernt zu haben, das ihnen vielleicht gerade in der Kindheit auch Puppen beschert haben. Das „Blind Summit Theatre“ spielt mit dieser Erinnerung, um sie immer wieder genüsslich zu durchbrechen. Wenn Moses kurz vor Ende feststellt „I am just a puppet. What the hell do I know?“, stellt die Truppe (…) die große philosophische Frage in den Raum, welche Puppenspieler eigentlich unsere eigenen Körper steuern.“ (www.kulturkritik.ch Robert Salzer)

In englischer Sprache, mit Grundwissen leicht verständlich.

Mit freundlicher Unterstützung des British Council

Preise: 20,- (Erw.) 15,- (erm.) / Frühbucher bis einschließlich 16. Januar: 17,- (Erw.) 13,- (erm.)