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Über den Klee

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Paul Klee war fasziniert vom Puppentheater. Zwischen 1916 und 1924 baute Paul Klee 50 faszinierende Handpuppen für seinen Sohn Felix. Klees Puppen sind Zwittergeschöpfe, Produkte an der Grenze zwischen Kunstwerk und Spielzeug, Produkte eines Dialogs zwischen Kind und Erwachsenem, Vater und Sohn. In ihnen treffen eine verfeinerte künstlerische Phantasie und die Unmittelbarkeit kindlicher Spielfreude zusammen. Die Repliken der Figuren sind nun erstmals wieder auf der Bühne zu sehen. Der Maler Klee steht an seiner Staffelei, ringt um die Wahrheit und die nächste Mietzahlung und malt sich unsterblich, bis der Tod ihn abholt. Die Figuren bewegen sich zwischen Diesseits und Jenseits, spiegeln Zeitgeist und Zeitgenossen mit Witz, Ironie und Schärfe. Der Glanz und die Tragik eines Künstlerlebens in den Aufbruchsjahren der Moderne wird betrachtet aus der Perspektive einer jüngeren Generation und einer Handvoll Puppen – ein Kaspertheater, wie Klee es vielfach beschrieben und geliebt hat.

Die Berlinerin Melanie Sowa, bekannt aus dem Ensemble KASOKA, und Friederike Krahl, früher Spielerin des Theater Handgemenge und heute beim Theater Marotte in Karlsruhe tätig, arbeiten in dieser Produktion erstmals zusammen.