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Wild Thing

  • Wild Thing

„Vier Paravents schweben durch den Raum. Aus einer Pelzjacke schält sich der Kopf eines lüsternen Tanzpartners. Aus einer tanzenden Steppdecke steigt die Latex-Physiognomie einer feisten Baronin auf, die gierig ihre eigenen Perlen frisst. (…) Wir befinden uns am Empfang eines Strandhotels. Bewohnt wird es nur von zwei Schwestern: Eunomia, der Realistin, und Moira, der Träumerin, wie siamesische Zwillingen aneinander gefesselt im Kreislauf ihrer Erinnerungen. (…) Eine Nobelherberge muss dieses Hotel einmal gewesen sein. Geblieben ist lediglich die Illusion eines längst verblichenen Glanzes. (…) So mimen die beiden nicht nur das Hauspersonal von der Empfangsdame über die Köchin bis zum Zimmermädchen, sondern schlüpfen auch in die Rollen ebenso illustrer wie dubioser Gäste. Wunderbar, wie Darstellerinnen, Figuren, Masken, Objekte und Musik zur Einheit verschmelzen.“ (StN)