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Yeti

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„30. August, Höhe: 6.740 Meter. Temperatur: 37 Grad Minus. Vor uns der Gipfel. Wir sind am Ende. Seit drei Tagen haben wir keine Lebensmittel mehr. William hat Hunger. Ich auch. Der Sturm wütet. Ich wollte allein sein mit meinen Träumen, jetzt fühle ich mich einfach nur einsam. Da draußen ist etwas, ich habe gehört, wie es sich bewegt … ich habe es gesehen. Wie ein Fetzen Papier, der vom Wind herangetragen wird. Habe ich mir das nur eingebildet?“ (Aus dem Tagebuch eines Unbekannten).
Eine Erzählung von der extremen Unternehmung eines lächerlichen Menschen. Eine Höhenwanderung an die Grenze der Glaubwürdigkeit, in das Reich des Wilden, Unbegreiflichen, wo sich die Spuren der Bergsteiger mit den großen Abdrücken des Yeti vermengen. Ein Stück, konzentriert aufs Wesentliche: die Bühne weiß, wenige Dinge, klares Licht.

Es gibt einen Yeti im Hinterkopf von jedem von uns, nur die Gesegneten werden nicht von ihm verfolgt. (Ein alter Sherpa)

Gyula Molnàr und Francesca Bettini gehören zu den wichtigsten Vertretern der internationalen Objekttheaterszene. Nach ihren erfolgreichen Produktionen „Gagarin“ und „Nachtwandler“, bei denen Francesca Bettini Regie führte und Gyula Molnàr spielte, stehen die beiden nun in „Yeti“ wieder gemeinsam auf der Bühne. Die Inszenierung ist in Stuttgart als Deutsche Erstaufführung zu sehen.