erschienen am 04.04.2006 von Horst Lohr bei Stuttgarter Nachrichten
Einer der Höhepunkte des Festivals war am letzten Abend zu sehen: „Le Cadeau - das Geschenk" heißt das bitterböse Theatermärchen über die Konfrontation europäischer Arroganz mit afrikanischer Armut und Lebenskraft.
Entwickelt und bei der letztjährigen Ruhr-Triennale uraufgeführt wurde es von den Darstellern und Figurenspielern Mamie Claudine Mambu, Hubert Mahela, Lambert Mousseka aus Kinshasa, Anne Morier aus Paris und den Stuttgarterinnen Sigrun Kil-ger und Stefanie Oberhoff. Viersprachig, in Englisch, Französisch, Deutsch und Lingala als äußerem Zeichen tief greifender Mentalitätsunterschiede zwischen den beiden Kontinenten zelebrieren die sechs ein von Alberto Garcia Sänchez inszeniertes aberwitziges Spiel im Spiel.
Mit beißend sarkastischen Szenen nehmen die Spieler das eklatante Wohlstandsgefälle zwischen Europa und Afrika aufs Korn und geißeln gleichzeitig den europäischen Geist der Überheblichkeit. Besonders anrührend ist das Schlussbild: Während ein Spieler in der Mitte der Bühne kleine nackte Figuren versammelt, erstickt das traurige Lied einer Mutter im Weinen - Afrikas Kinder klagen eine menschenwürdige Zukunft
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