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Mara Jawetz (IL)

Tryout: Loom

In einem hölzernen Puppenhaus herrscht Ordnung: Jeden Tag verrichten Alltagsgegenstände dieselbe rituelle Arbeit, um einen roten Faden zu färben. Doch die Harmonie zerbricht, als eine Farbtube in einem geheimen Raum Opfer eines Übergriffs wird. Während das Opfer verzweifelt versucht, die Gefahr zu benennen, verharrt die Gemeinschaft im Leugnen.

Das wortlose Objekttheater von Mara Jawetz thematisiert sexuelle Gewalt und Posttrauma. Durch Kontaktmikrofone werden die Bewegungen der Objekte zu einer surrealen Klanglandschaft verstärkt, die den inneren Zustand der Figuren spiegelt. Inspiriert von Hannah Arendts „Banalität des Bösen“ hinterfragt das Stück die Mitverantwortung einer Gemeinschaft, die durch Wegsehen systematische Gewalt ermöglicht.

Spiel: Mara Jawetz + Ron Rienecker | Bühnenbild: Jo Posenenske | Mentor: Gony Paz | Outside Eye: Nora Vermes | Unterstützt durch: Anna-Maria Shawky, Zoe Broneer, Leore Hanna Fisch, Eva Mario Hasler | Residenzen: TiSalom program, Eppinger Figurentheater, Raumstation-Waggons

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