Winnie Luzie Burz, Freiburg
Zärtlich gezähmte Instinkte, designte Intensität, Nähe als Content, Banalität als ergreifende Kunstform.
Reborn ist eine hybride Performance zwischen zeitgenössischem Figuren- und Objekttheater, Performance, Konzert und Livestream. Ausgangspunkt sind sogenannte Rebornpuppen – hyperrealistische Säuglingsnachbildungen, die in sozialen Netzwerken in hochgradig kuratierten, scheinbar intimen Szenarien inszeniert werden.
Reborn untersucht, wie alltägliche Handlungen durch Plattformlogiken ästhetisiert, wiederholbar gemacht und performativ aufgeladen werden – und was geschieht, wenn diese Logiken in den analogen Bühnenraum übersetzt werden.
Auf der Bühne treffen präzise nachgestellte Social-Media-Reenactments auf archaische, körperlich-materielle Bilder und installative Setzungen. Live-Elektronik, elektroakustische Klangerzeugung und eine klassisch ausgebildete Stimme erzeugen eine Klanglandschaft zwischen Konzert, Ritual und Kontrollverlust. Neben Bühnenperformance wird parallel live gestreamt und eine zweite, mediale Wahrnehmungsebene erzeugt, die parallel zum Bühnengeschehen existiert.
Bitte mit geladenem Smartphone kommen.
Aktuelle Kritik des Fidena-Online-Portals:
„Während sie sich vor laufender Handykamera und real anwesenden Zuschauer*innen einen Make-up Look schminkt, lotet sie nicht nur Schichten des Make-ups aus, sondern befragt Ebenen der (Gleich-)Zeitlichkeit. In einem rasend schnellen Monolog dient die Make-up Grundierung als Bezugsrahmen, um über temporale Erfahrungen in einer komplex verdichteten Sprache nachzudenken. Ihr Chat-Reel-Sprech wird zum ausgeklügelten Diskurs über Alltäglichkeiten, Ästhetiken und Algorithmen. Belanglose Aussagen zu Glitzer und Schimmer überlappen sich mit bedeutungsschwangeren Statements. Burz übernimmt Haltungen und Ästhetisierungen eines digitalen Alltags, die keinen linearen Argumentationsketten folgen, sondern Erfahrungen von Zeit performen und befragen. Das ist alles voller Witz, doch stets ohne Hohn. So entsteht im Kontext von digitaler Technologie fantastische Kunst." (Jutta Kraus, Fidena Portal)
Winnie Luzie Burz ist freischaffende Theatermacherin und Sängerin. Ihr künstlerisches Schaffen reicht von zeitgenössischem Figuren- und Objekttheater über visuelle Performance bis hin zu experimenteller Musik und Gesang. Von 2007 bis 2016 studierte sie klassischen Gesang (Diplom/KA) und Puppenspiel (BA) an der Hochschule für Musik und Darstellende Kunst Stuttgart. Seitdem entwickelt sie eigene Produktionen und arbeitet regelmäßig mit anderen Künstler*innen, Kolleg*innen und Theatern zusammen, darunter das FITZ Zentrum für Figurentheater, Stuttgart, Lindenfels Westflügel, Leipzig und Schaubude Berlin. Sie ist Mutter von drei Kindern und lebt mit ihrer Familie in Freiburg. Derzeit erweitert sie ihr künstlerisches und pädagogisches Profil durch ein Masterstudium in Elementarer Musikpädagogik an der Hochschule für Musik Freiburg.
Johannes Treß ist Saxophonist, Live-Elektroniker, Komponist und Theatermusiker. Seine künstlerische Arbeit bewegt sich an der Schnittstelle zwischen zeitgenössischer
Performance, Improvisation und elektronischer Musik. Regelmäßig tritt er national und international auf Festivals, bei Gastspielen und Konzerten auf, wobei er eine breite Palette an musikalischen Genres und Besetzungen abdeckt. Neben seiner künstlerischen Tätigkeit ist Johannes Treß als Juniorprofessor für Musik und ihre Didaktik mit Schwerpunkt im Bereich Improvisation und Postdigitalität an der Pädagogischen Hochschule Freiburg tätig.
Spiel, Ausstattung, Konzeption: Winnie Luzie Burz | Sound: Johannes Treß | Support: Laura Oppenhäuser
Info:
Dauer: 70 Minuten
Geeignet für: Für Erwachsene
Eintrittspreise
Erwachsene: Sie zahlen nach Ihren Möglichkeiten: 15,- / 20,- / 10,- / 5,-€
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