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Horst Lohr ist tot. Er fehlt.

Am 27. Mai ist der Theaterkritiker Horst Lohr gestorben.

Was konnte er beobachten, sich begeistern und mit Worten malen!  Wie man sich auch nach so vielen Jahren nicht gewöhnt, nicht routiniert wird, schon gar nicht zynisch, sondern das Theater immer wieder in seinen Chancen und wunderbaren Möglichkeiten begreift – das konnte man von ihm lernen.

Wie immer bleibt das Gefühl, das nicht genug gesagt zu haben. Dann also jetzt:

Danke, Horst.

»Aus Schatullen und Köfferchen tauchen die Marionetten-Kostbarkeiten auf. Goldene Hände beschmusen zärtlich das Gesicht der Spielerin. Bildern in Azurblau und Sonnengelb entwachsen gleichfarbige geschmeidige Fabelwesen, die nur aus Kopf, Armen und Beinen bestehen und von den Spielern Besitz ergreifen. (…) Was für eine aufregende Reise ins Reich der Fantasie.« (Wunderkammer)

»Der Wind aus dem Ventilator weht das Blau der Lebensfreude vom Leinwandhimmel und bringt einen Todesmantel der Mittelmäßigkeit zum Tanzen.« (Horst Lohr zur Inszenierung Mrs Ikarus)

»Zeuge zu sein, wie die vier ihre Figuren, ohne sie zu denunzieren, beim grotesken Scheitern vergeblich Halt an Pose und Pathos suchen lassen, ist ein theatralischer Genuss.« (Mewa)

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