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REMEMBER ME: geDenksalon

geDENKsalon I (Do 09.05. ca. 19h45)

(im Anschluss an „Georges“)

Ort: Spielort: Katholische Kirche St. Maria, Tübinger Straße 36, 70178 Stuttgart

Mit dem Tod spielt man nicht…
Funktion und Gestalt des Todes im Figurentheater

Im Leben ist der Tod unfassbar. Er markiert jene unheimliche Grenze, die unsere Sinne nicht überwinden. Seit jeher liegt hier eine großartige Chance für das Figurentheater. Nicht nur der Tod gewinnt Gestalt, die Toten selbst und mit ihnen das Unsagbare erscheinen auf der Bühne. Ausgehend von der Produktion „GEORGES“, die sich mit Mitteln von Tanz und Figurentheater die Unsichtbarkeit der Toten in unserer westlichen Welt beschäftigt, laden wir zum Gespräch über den lustvollen Umgang mit einem Tabu.

Mit: Mascha Erbelding (Wissenschaftliche Mitarbeiterin der Sammlung Puppentheater im Münchner Stadtmuseum, Moderation), Julika Mayer (Figurenspielerin), Mylène Benoit (Bildende Künstlerin und Choreografin), Jan Jedenak (Figurenspieler, Regisseur), Andréas Hofstetter-Straka (Pastoralreferent St. Maria), Tobias Wengert (Stadtbibliothek Stuttgart).

Eintritt frei

In Kooperation mit der Kirchengemeinde St. Maria (www.st-maria-als.de)


geDENKsalon II (Di 21.05. 19h00)

Ort: Stiftung Geißstraße 7 – Stiftungssaal, 1. Stock – 70173 Stuttgart

ICHKANNMICHNICHTMEHRERINNERN
Kulturelle Erinnerung neu denken

Das Leben muss rückwärts verstanden, aber vorwärts gelebt werden (Kierkegaard).

Die Arbeit „ICHKANNMICHNICHTMEHRERINNERN“ von Alexander Krause (Mauerinschrift/ Siebdruck , Stuttgart 2004) thematisiert den Unwillen, Erinnerung zuzulassen, die Unfähigkeit, sich „richtig“ zu erinnern, die Gewohnheit, Unangenehmes auszublenden oder Erinnerung gar politisch zu instrumentalisieren. Akteure der Zivilgesellschaft wollen dagegen zur kulturellen Erinnerung beitragen und setzten- so auch in Stuttgart – „Denkmale“, „Mahnmale“ oder „Zeichen der Erinnerung“. Weil die Praxis der Erinnerung immer neu befragt und belebt werden muss, weil sie nicht zum folgenlosen Ritual werden darf, lädt die Stiftung Geißstraße ein zu einem Salongespräch mit Interessierten aus Wissenschaft, Kunst, Politik und Bürgerengagement.

In Kooperation mit der Stiftung Geißstraße 7

Eintritt frei


geDENKsalon III (Fr 07.06.)

Im Anschluss an „Staub – Dust – אבק“

„Before that there was…“
Über die Anwesenheit von Geschichte(n)

Die Tatsache, dass Nachfahren von Holocaust-Überlebenden in Alpträumen traumatische Erlebnisse ihrer Eltern und Großeltern ›erinnern‹, war Startpunkt für die gemeinsame Beschäftigung israelischer und deutscher Künstler*innen mit dem hochsensiblen Thema. Entstanden ist ein berührender Theaterabend geprägt von Geschichten persönlicher Erinnerungen, Familiengeschichten und Träumen.

Ausgehend von dem Erfahrungsbericht der Künstler*innen, thematisiert das Gespräch die Rolle des Genres Figurentheater und dessen Möglichkeiten Repräsentationsformen für die Thematisierung kollektiver Traumata zu (er)finden – das anwesend Abwesende zu erzählen.

Mit: Seta Guetsoyan (Leiterin des Figurentheater-Kollegs Bochum, Moderation), Charlotte Wilde (Musikerin), Michael Vogel, Ari Teperberg, Inbal Yomtovian (Figurenspieler*innen).

Das Gespräch wird in englischer Sprache geführt.

Eintritt frei