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Blaubart

„Mit der Harmlosigkeit einer Klosterschülerin betritt eine junge Frau im schrulligen Kostüm die Bühne. Statt, wie ihr Mann es wünscht, Klavier zu üben, erzählt sie die Geschichte des Ritters Blaubart, der seinen Frauen verbot, eine bestimmte Kammer in seinem Schloß zu öffnen. (…)

So einfach wie im Märchenbuch geht es auf der Bühne freilich nicht zu, dafür ist Annette Scheiblers Humor viel zu schwarz. Sie genießt das virtuose Spiel mit Anfängen und Enden, mit verwirrenden Partikeln von Komödien, Grusel- und Kriminalgeschichten.(…) Bald verschmelzen Blaubart, der Ehemann und der längst verstorbene Klavierlehrer zu einem mystischen Ladykiller, wird das Märchen zur abgedrehten Gespenstergeschichte, die Darstellerin zum dramatischen Irrlicht.“ (StN) „So appetitlich wie ein vergifteter Apfel. Hier verführt eine Magierin ihr Publikum.“ (MZ)

„Die Dame am Klavier aber hat längst keine Angst mehr vor dem hässlichen alten Mann. ‚Ein Märchen für naive, unerfahrene Frauen‘ war das Ganze ja nur, so heißt’s. Und schließlich sei Blaubart eine heiße Alternative zum nachmittäglichen Kauf einer Tagescreme – das Quickie mit einem Monster.“ (StZ)