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Drei Bärtige

Sieh, wie friedlich das Volk in meinen Armen schläft
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  • Foto Lutz Anthes
Kaufmann & Co., Berlin & Molnàr und Bettini, Longiano (IT)

Drei Darsteller*innen versuchen, versteckt hinter langen falschen Bärten, ein kleines dickköpfiges Volk zu zähmen, das sie selbst gezeugt haben. Getrieben von einer unbestimmten euphorischen Ahnung, Figuren von großer biblischer Bedeutung zu entsprechen, aber behindert von ihrem großen Verantwortungsgefühl für ihr Volk, befürchten sie dieser großen Aufgabe nicht gewachsen zu sein. Während sie sich bemühen, mit der Welt, die so groß ist wie ein Küchentisch, umzugehen, befällt sie die graue Vorahnung, dass sie die Welt vielleicht doch etwas zu schief gebaut haben.

Das Ensemble schlägt „eine clownesk verschrobene Brücke der Aufklärung aus der Archaik ins Heute und erzählt mit mythischen Mitteln eine philosophisch-politische Gründungsgeschichte, die gegenwärtiger kaum sein könnte.“ (Berliner Zeitung)