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Endstation Echtzeit

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Dauernd gibt es etwas zu tun, zu erledigen, zu kaufen. Jeder ist busy. „Termine, Termine!“ „Ich muss…ich muss…“. Time is money, also los! Los! Und wenn es zu viel wird? Es kann nicht zu viel werden! Man muss ganz einfach Prozesse optimieren, die Effektivität steigern, zeitmanagen, multitasken. Das Gehirn des Informationszeitalters muss immer schneller immer mehr verarbeiten, updaten, Sicherheitslücken schließen. Wo liegt die Grenze?

Die Darsteller haben fünf Wochen Zeit. Der Zeitdruck wird stetig erhöht. Das Thema wird Methode. Wir schicken unsere Darsteller durch den Theater-Teilchenbeschleuniger um zu fragen: Was macht er mit uns, dieser Rasende Stillstand? Mit unseren Leben, Beziehungen, Körpern, mit unseren Stimmen, unseren Seelen, unserer Kunst?

„Endstation Echtzeit“ ist Reaktion und Untersuchung, Ablehnung und Bejahung der Beschleunigung, ein spartenübergreifendes Experiment zwischen extremer Beschleunigung und totalem Stillstand, absoluter Spezialisierung und komplettem Multitasking. Die eigene Erfahrung wird zum Material, der Prozess zur Erfahrung.

yvette coetzee / wonderful catastrophe ist ein von Yvette Coetzee initiierter Zusammenschluss ansonsten unabhängig arbeitender Schauspieler, Tänzer, Puppenspieler, Musiker, Choreografen, Autoren und Regisseuren. Für „Endstation Echtzeit“ formiert sich dieser lockere Verbund erstmals um aus den Anziehungen, Abstoßungen, Verneinungen und zarten Liebesbegegnungen der verschiedenen Kunstformen untereinander Momente zu entwickeln, die zu einer neuen theatralen Sprache und Form kombiniert und verwoben werden.

Zwischen Respekt und Verriss