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Kiyohime Mandara

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KIYOHIME MANDARA ist durch die alte japanische Legende von Anchin und Kiyohime inspiriert. Anchin, ein junger Mönch, verspricht Kiyohime nach einer gemeinsam verbrachten Nacht die Ehe. Er verlässt sie jedoch mit unbekanntem Ziel. Als Kiyohime den Verrat ihrer Liebe entdeckt, verwandelt sie sich in eine Schlange, tötet ihrer Geliebten und anschließend sich selbst, um ihm in jene andere Welt zu folgen.
Hoichi Okamoto entwickelte unter dem Namen „Dondoro“ einen ganz eigenen Theaterstil, der traditionelle japanische Theaterformen wie Kabuki, No und Bunraku mit Elementen des (fast zeitlupenartigen) Butoh-Tanzes und des Puppenspiels verbindet. Er agiert auf der Bühne mit einer lebensgroßen Puppe und Masken.
Hoichi Okamotos Interpretation der Legende ist eine stille und zugleich höchst erotische Inszenierung. Sie gibt verborgenen Gefühlen, wie Wut und Schmerz ebenso Raum wie Sexualität und Tod. Die verschiedenen Elemente, die Okamoto künstlerisch und ästhetisch auf eine sehr einzigartige Weise verknüpft, ziehen den Zuschauer magisch in ein Verwirrspiel zwischen Puppe und Spieler.