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Schicklgruber

  • Schicklgruber

„Schicklgruber“ zeigt ein groteskes Kammerspiel über die letzten Stunden im Führerbunker. Ein Endzeitszenario, in dem sich der Horror der NS-Zeit, die Selbstüberhebung, die konservierten Posen und die menschliche Erbärmlichkeit ihrer Protagonisten ins schmerzlich Absurde vergrößern. Es treten auf: Adolf Hitler, Eva Braun, Josef Goebbels, dessen Kinder, Hermann Göring, und der Tod. Neville Tranter selbst übernimmt die Rolle von Hitlers Sekretär Heinz Linge. Respektlos und doch sensibel wagt sich Tranter an ein Stück finstere deutsche Vergangenheit. Flankiert von seinen charakteristischen lebensgroßen Klappmaulfiguren, mal mit dramatischer Wucht, dann wieder mit berückender Leichtigkeit findet er noch in den Abgründen des Verbrechens Züge des Menschlichen, scheinen noch in der bizarrsten Überzeichnung immer wieder Ansätze für eine Identifikation auf.
„’Schicklgruber’ ist ein neues Meisterwerk des Theaterzauberers Tranter, das glückliche Ende einer Gratwanderung. Er hat die deutsche Nacht inszeniert und ihren Dämon: einen armseligen, an Karotten nagenden Hundebesitzer. Schicklgrubers Ende.“ (Süddeutsche Zeitung)
Nach seinem Dramen-Studium und ersten Theaterarbeiten in den USA gründete der australische Figurenspieler Neville Tranter 1976 das „Stuffed Puppet Theatre“, mit dem er 1987 nach Amsterdam übersiedelte. Neville Tranter war im FITZ mit fast allen Produktionen, zuletzt 2003 mit „Re: Frankenstein“ zu Gast.